Maison Marcellin, Gascogne Rosé IGP Côtes de Gascogne 2025
Ein Rosé, der allein aus Merlot entsteht, ist im französischen Südwesten nicht der Normalfall — dort steht die Sorte sonst im Rotwein. Als Rosé zeigt sie eine andere Seite: weiche rote Frucht, ohne das Gewicht, das Merlot mitbringen kann. Und blass bleibt ein solcher Wein nur, wenn der Saft die Schalen früh wieder verlässt.
Ton und Kalk prägen die Böden der Gascogne. Der Ton hält Feuchtigkeit bis in den Spätsommer, der Kalk gibt der Säure Halt — für einen Rosé, der frisch bleiben soll, braucht es beides. Zwei Monate blieb er im Edelstahl, dann kam er auf die Flasche: keine Reifenoten, kein Holz, nur die Frucht des Jahrgangs.
Im Glas ein blasser Roséton mit lachsfarbenem Schimmer. Die Nase bleibt zurückhaltend: rote Beeren, dazu ein floraler Zug, der an Rosenblüten denken lässt. Am Gaumen leicht und fruchtbetont, trocken, dazu eine dezente Säure, die eher ordnet als antreibt. 11,5 % — ein Wein für den Nachmittag. Gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad kommt er am besten zur Geltung.
Dazu passen sommerliche Gerichte ohne viel Aufhebens: Sommerrollen mit Garnelen, dazu ein Dip aus Erdnuss, oder ein Hähnchen vom Grill, das vorher in Kräutern und Öl gelegen hat.
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