Weingut R&A Pfaffl SAND - Muskateller 2025
Gelber Muskateller ist die Duftsorte unter Österreichs Weißweinen: Man erkennt ihn am Glasrand, bevor man ihn im Mund hat. Anders als viele Muskatvarianten der Welt wird er hier trocken ausgebaut — die Süße, die man in der Nase zu riechen glaubt, findet man am Gaumen nicht wieder.
Der Name SAND ist wörtlich zu nehmen: Sandboden, der Wärme schnell weitergibt und wenig Wasser hält. Solche Böden bringen feingliedrige, duftige Weine hervor, keine schweren. Drei bis sechs Stunden auf der Maische reichen, um die Aromatik aus den Schalen zu holen, danach drei Monate Edelstahl — mehr würde diesem Wein nur die Frische nehmen.
Glänzendes Strohgelb. Die Nase ist intensiv und unverwechselbar: Muskat und Holunderblüte voran, dahinter Litschi und Grapefruit. Im Mund wirkt er duftig und frisch, getragen von einer fein gezeichneten Säure und viel Spielraum — animierend im besten Sinn. Die 14 % geben ihm allerdings mehr Gewicht, als der leichtfüßige Auftritt vermuten lässt; bei 10 bis 12 Grad bleibt alles im Lot.
Am Tisch spielt er seine Stärke dort aus, wo Würze und Frucht aufeinandertreffen: Frühlingsrollen und ein Curry auf Thai-Art, gegrillter Zander mit Dill und Zitrone, oder ein Salat mit Ziegenkäse, Mango und Walnuss.
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