Maison Marcellin, Gascogne Sauvignon Blanc IGP Côtes de Gascogne 2025
Sauvignon Blanc verbinden die meisten mit der Loire oder mit Neuseeland. Im Südwesten Frankreichs bekommt die Sorte einen eigenen Ton: nicht so laut wie am Pazifik, nicht so streng wie an der Loire, dafür saftig und geradeaus. Maison Marcellin füllt ihn als IGP Côtes de Gascogne ab — ein Weißwein, der nichts beweisen muss.
Lehm und Kalk bilden den Untergrund, und diese Paarung erklärt viel: Der Lehm gibt dem Wein Fülle, der Kalk zieht die Linie. Drei Monate stand er im Edelstahltank, danach ging er auf die Flasche. Ein Fass kommt in dieser Rechnung nicht vor, denn die Aromatik der Sorte soll unangetastet bleiben.
Helles Strohgelb, am Rand ein grünlicher Schimmer. In der Nase steht Grapefruit vorn, daneben grüner Apfel — Sauvignon in seiner ungeschminkten Form. Am Gaumen knackig, mit mineralischem Kern, getragen von einer Säure, die wach hält und dem Wein zugleich Haltung gibt. Trocken, mit 11,5 % eher schlank gebaut, im Abgang präzise. Auf zwei Jahre ist er angelegt, sein bester Moment ist aber jetzt.
Zu Tisch: Jakobsmuscheln vom Grill, mit Butter und Zitrone abgelöscht — die Röstnote der Muscheln und die Säure des Weins arbeiten gegeneinander und ergänzen einander dabei. Oder ein Risotto mit Sommergemüse und viel frischem Kraut, dessen Cremigkeit der Wein aufbricht.
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