Pago de Ayles Senda de Leñadores - Vino de Pago 2021 BIO
Hier führt die Garnacha, nicht der Tempranillo: Die Hälfte der Cuvée stellt sie, weitere vierzig Prozent kommen vom Merlot, dazu ein knappes Zehntel Cabernet Sauvignon und ein Rest Tempranillo. Diese Verteilung erklärt einiges — die Garnacha bringt Wärme und rote Frucht, der Merlot polstert den Gaumen aus, der Cabernet zieht die Linie gerade. Ein Wein von den Lagen des Pago de Ayles in Aragonien, aus einem Jahrgang, der bereits ein paar Jahre hinter sich hat.
Wie alle Weine des Guts wächst er auf Ton über Kalk. Vierzehn Monate im Barrique sind hier länger angesetzt als bei den Geschwistern, und man erkennt, wozu: Mit 6,8 Gramm Säure hat dieser Wein ein ungewöhnlich straffes Rückgrat, das vom Fass abgerundet, aber nicht gebrochen wird. Zehn Jahre Lagerpotenzial trauen ihm die Daten zu.
Im Glas ein kräftiges Kirschrot. Das Bouquet ist elegant gebaut: reife dunkelrote Beeren, dahinter der aromatische Ton des Fasses. Am Gaumen kommt die ganze Fülle, und mitten hinein setzt sich ein kühler Eukalyptushauch, der dem Wein Luft verschafft. Der Abgang ist würzig und hält lange an. Trocken, 14,5 %, bei 14 bis 16 Grad.
Diese Kombination aus Kraft, festem Tannin und lebendiger Säure ruft am Tisch nach Gebratenem und Geschmortem: eine Lammkeule, ein Rinderbraten, Wildbret in dunkler Sauce. Auch ein lang gereifter Hartkäse hält problemlos dagegen.
Aus biologischem Anbau.
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