Tapas Club Tempranillo Tapassimento 2024
Appassimento stammt aus dem Veneto: Man lässt die Trauben nach der Lese antrocknen, ehe sie in die Presse gehen, damit Zucker und Aroma sich konzentrieren. Dieselbe Technik auf spanischen Tempranillo angewendet — daher der Name Tapassimento — ergibt einen Roten, der dichter und wärmer wirkt, als der junge Jahrgang vermuten ließe.
Die Trauben wachsen in Kastilien-La Mancha auf Ton und Kalk, dem typischen Untergrund der spanischen Hochebene, wo heiße Tage auf kühle Nächte treffen. Nach dem Antrocknen geht der Wein in den Edelstahl und bleibt dort nur einen Monat: kein Holz, das sich vor die Frucht schiebt. Bis zu vier Jahre kann er lagern, ohne müde zu werden.
Im Glas ein mittleres Purpurrot. Geschmeidig und kraftvoll zugleich zeigt sich die eingetrocknete Frucht, eine Fülle, die im Mund geradezu schmilzt. Halbtrocken ausgebaut, mit würziger Süße im Zentrum und einem Abgang, der noch einmal kräftig durchatmet. 13,5 % Alkohol, und im Glas mag er es mit 12 bis 14 Grad eher kühl — das hält die Frucht in Form.
Am Tisch ist er für die kalte Jahreszeit gemacht: Wild in kräftiger Zubereitung, ein Schmorbraten, eine Pastete vom Rebhuhn. Und weil ihm Restsüße nicht fremd ist, funktioniert er auch danach — zu dunkler Schokolade oder einem Dessert.
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