Cusumano Terre Siciliane Insolia IGT 2025
Insolia — auf Sizilien meist Inzolia geschrieben — gehört zu den alten weißen Sorten der Insel und war lange vor allem als Baustein des Marsala bekannt. Als eigenständiger Weißwein zeigt sie eine andere Seite: schlank, kräuterwürzig, mit jenem leicht nussigen Zug, der für die Rebe typisch ist. Cusumano keltert sie hier sortenrein; James Suckling bewertete den Wein mit 91 Punkten.
Die Reben stehen auf Tonboden, der Wasser hält und den Trauben auch in einem heißen sizilianischen Sommer noch Reserve lässt. Im Keller bleibt der Most sieben bis zwölf Stunden auf der Maische — gerade genug, um Aroma aus den Schalen zu holen, ohne Gerbstoff mitzunehmen. Danach vier Monate Edelstahl, kein Holz, nichts, was sich vor die Frucht schieben könnte.
Im Glas ein zitroniger Gelbton. Die Nase beginnt blumig, weiße Blüten voran, dahinter gelber Apfel und Birne, dazu ein mediterraner Kräuterzug und der Anflug von Mandel. Am Gaumen bleibt er leicht und lebendig, die Säure trägt, statt zu stechen, und mit 12 % ist er trocken, aber nie streng. Der Abgang klingt mineralisch aus, mit einer Spur Zitruszeste. Bei 8 Grad servieren.
Am Tisch ist er ein Allrounder: Risotto und Gratin, ein Gemüseauflauf aus dem Ofen, Pasta mit heller Sauce, dazu Schalentiere und Fisch oder schlicht ein Omelett. Und als Aperitif macht er ohnehin eine gute Figur.
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