Tokara Reserve Collection Cabernet Sauvignon 2019
Zehn Prozent Petit Verdot sind wenig und verändern doch alles. Die Sorte reift spät, bringt Farbe, Gerbstoff und eine dunkle Würze mit und wird deshalb im Bordeaux seit jeher als Gewürz eingesetzt, nicht als Hauptdarsteller. Genau so ist sie auch hier dosiert, hinter 90 Prozent Cabernet Sauvignon aus Stellenbosch.
Gelesen wurde vom 18. März bis in die ersten Apriltage hinein; auf der Südhalbkugel fällt die Ernte in den Herbst. Die Reben stehen auf Granit und Sandgestein, zwei kargen Verwitterungsböden, die kleine Beeren und feste Schalen begünstigen. Anschließend vierundzwanzig Monate Barrique, zwei volle Jahre im kleinen Fass, die man einem Wein nur zumutet, wenn er das Gerüst dafür mitbringt.
Granatrot steht er im Glas, die Farbe eines Weins, der schon ein paar Jahre hinter sich hat. In der Nase dunkle Beerenfrucht und Kakao, dazu getrocknete Kräuter und dieser kühle, eukalyptusartige Ton. Am Gaumen breit und raumgreifend, mit 14 % und einem Abgang, in dem Vanille nachklingt. Ein trockener, ausgewachsener Wein, den Sie zwischen 12 und 16 Grad einschenken sollten.
Rinderfilet ist die klassische Antwort und bleibt die beste. Daneben funktionieren überbackene Auberginen erstaunlich gut, weil ihre Röstnoten den Kakaoton aufnehmen. Zum Schluss dann Tête de Moine, dünn gehobelt, dessen nussige Würze dem Wein standhält.
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