Domaine de Marcé Touraine Rosé AOC 2025
Côt und Cabernet Franc zu gleichen Teilen — für einen Rosé eine ungewöhnlich ernsthafte Rechnung. Côt, andernorts als Malbec bekannt, bringt Farbe und dunkle Beerenfrucht mit, Cabernet Franc steuert Frische und den schlanken Bau bei. Die Domaine de Marcé keltert daraus in Oisly einen Rosé, der weder blass noch aufdringlich gerät.
Die Reben wurzeln in sandigem Lehm, einem leichten, gut durchlässigen Boden, der den Trauben eher Aroma als Wucht mitgibt — für einen Rosé genau die richtige Ausgangslage. Acht Monate im Edelstahl folgen, kühl und ohne jeden Holzkontakt, damit die Beerenfrucht unverstellt bleibt.
Die Farbe liegt zwischen Lachsrot und einem Stich ins Orange. In der Nase klar gezeichnete helle Beeren, nichts Überladenes. Am Gaumen wirkt er frisch und aufgeräumt, die Säure sitzt angenehm, und der Nachhall zieht sich erstaunlich lange hin, getragen von Erdbeere und Himbeere. Trocken, 12,5 % Alkohol, bei 8 bis 10 Grad zu servieren — und über zwei Jahre hinweg zuverlässig.
Am Tisch passt er zu Fisch aus der Pfanne, zu Meeresfrüchten und zu Salaten, wie man sie im Sommer isst: die Sorte Essen, bei der man den Wein nicht erklärt, sondern nachschenkt.
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