ULISSE Passerina Terre d'Abruzzo IGP 2025
Passerina zählt zu den alten weißen Sorten Mittelitaliens und ist in den Abruzzen wie in den benachbarten Marken zu Hause. Sie bringt spürbar mehr Säure mit als der durchschnittliche italienische Weißwein — und genau darin liegt ihr Reiz.
Sand und sandiger Lehm bilden hier die Grundlage. Sandböden sind arm und durchlässig; sie geben Weinen Duft und Klarheit, aber wenig Wucht — bei einer Sorte wie dieser ist das genau richtig. Sieben bis zwölf Stunden Schalenkontakt, Gärung im Stahltank, drei Monate Ausbau ebendort, dann in die Flasche. Nichts, was der Sorte im Weg stünde.
Zitronengelb im Glas, und schon in der Nase geht es geradeaus: Limette und Grapefruit mit der bitteren Kante ihrer Schale, dahinter Pfirsich und ein blumiger Hauch. Am Gaumen ist die Säure das bestimmende Element — knackig, aber nicht scharf —, und darunter liegt jene rauchig-steinige Note, die man Feuerstein nennt. 13 % Alkohol, acht Grad im Glas, ein Wein, der wach macht.
Am Tisch spielt er diese Säure aus: Austern und Muscheln, Krustentiere überhaupt, eine Terrine aus Fisch oder Gemüse, dazu Sushi und Sashimi. Blattsalate mit säuerlicher Vinaigrette verträgt er ebenso wie frischen Ziegenkäse. Als Aperitif steht er ohnehin gut.
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