ULISSE Pecorino Terre d'Abruzzo IGP 2025
Pecorino war vor vierzig Jahren fast verschwunden. Heute gilt die Rebsorte als die stärkste weiße Karte, die die Abruzzen und die angrenzenden Marken ausspielen können: aromatisch, ohne parfümiert zu wirken, und mit einem Säuregerüst, das den Weinen Halt gibt. Dass dieser hier beim Mundus Vini Spring Tasting als Best of Show white ausgezeichnet wurde, ist ein Hinweis darauf, wie weit die Sorte gekommen ist.
Die Reben stehen auf sandigem Lehm, einem Boden, der Wärme speichert und trotzdem zügig entwässert — was der Sorte ihre Spannung erhält. Sieben bis zwölf Stunden Kontakt mit den Schalen holen Aroma und Extrakt heraus, danach vergärt der Most im Stahltank und ruht dort drei Monate weiter. Kein Holz, nichts, was die Sorte übertönen könnte.
Im Glas zitronengelb. Die Nase ist fruchtbetont und dabei präzise: kandierte Zitrusschale zuerst, dann weißer Pfirsich, ein Zug Ananas, dahinter eine salzige Nuance. Am Gaumen fällt vor allem der Extrakt auf — der Wein hat Fleisch, wird von einer wachen Säure aufrecht gehalten und läuft in einen langen, schmelzigen Nachhall aus. Trocken, 13 % Alkohol, bei 6 bis 8 Grad ins Glas.
Am Tisch: Fisch vom Rost, ein Risotto mit Meeresfrüchten oder Kräutern, und Käse, solange er nicht zu kräftig gewürzt ist.
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