Weinhof Anton Waldschütz Wagramer Terrassen Roter Veltliner DAC 2025
Roter Veltliner ist eine Rarität — eine alte weiße Sorte, die kaum jemand außerhalb Niederösterreichs anbaut und die am Wagram ihre eigentliche Heimat hat. Dass es für sie eine eigene DAC-Herkunft gibt, sagt einiges über ihren Stellenwert. Sie gilt als spät reifend und bringt mehr Volumen mit als der bekanntere Grüne Veltliner.
In Fels am Wagram wurzeln die Reben in einem bunten Untergrund: Löss über Schotter und Kies, dazwischen Kalkstein. Das gibt dem Wein Substanz und zugleich eine kühle Ader. Die Maische bekommt sieben bis zwölf Stunden Standzeit — ungewöhnlich lang für einen Weißwein, und genau daher stammt die würzige Tiefe. Anschließend vier Monate im Stahltank, damit von dieser Aromatik nichts verdeckt wird.
Zitronengelb im Glas. Die Nase beginnt bei reifer Birne und Honigmelone, dazu gelbe Quitte, Blüten und eine Spur Mandel. Am Gaumen wird es breiter: kandierte Orange und Aprikose, eine nussige Grundierung, darunter Kräuter und ein Anflug von Pfeffer. Trocken, aber alles andere als schmal — mit 13 % ein cremiger Wein, dessen würziger Nachhall lange steht.
Am Tisch verlangt er nach Herbstküche: ein Risotto von Steinpilzen unter Parmesanschaum etwa, oder Gnocchi aus Kürbis mit gerösteten Haselnüssen und Salbeibutter. Beides trifft ihn dort, wo er am stärksten ist — bei der Würze.
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