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Huet Le Haut Lieu Moelleux 1ère Trie 1993 BIO
Le Haut-Lieu Moelleux 1ère Trie 1993 ist eine legendäre Reife-Rarität aus dem Ursprungsweinberg der Familie Huet. Die Trauben wurden in mehreren Durchgängen einzeln gelesen — nur die konzentriertesten edelfaulen Beeren wanderten ins Fass. Lehmig-tuffige Böden liefern hier die fruchtbetonteste Stilistik. Nach 32 Jahren Flaschenreife zeigt der Wein eine außergewöhnliche Tiefe. Biodynamisch zertifiziert.
Im Glas leuchtet ein tiefes Bernsteingold mit kupfernen Reflexen. Die Nase öffnet sich vollreif und vielschichtig mit kandierter Quitte, Aprikosenkonfitüre, kandierter Orangenschale, Akazienhonig, Safran, Trockenfrüchten, Datteln, Karamell, einem feinen Petrolton und einer eleganten Tuffstein-Mineralität. Am Gaumen wirkt der Wein cremig und beeindruckend konzentriert, der hohe Restzucker ist perfekt von der gereiften Säurestruktur balanciert, der Abgang ist beinahe endlos.
Hervorragend zu Foie Gras Poêlée mit Trüffel und Aprikosenchutney, zu reifem Roquefort mit Walnussbrot oder zu klassischem Tarte Tatin. Auch solo nach dem Essen ein außergewöhnliches Erlebnis. Bei 11 bis 13 Grad in einem kleinen Glas servieren. Auf der Trinkhöhe, kann gut weitere ein bis zwei Jahrzehnte reifen.
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Die in Vouvray beheimatete Domaine Huet gehört zu den absoluten Spitzenbetrieben, an der Loire sowieso, und auch in ganz Frankreich. Huet, das ist Kult. Huet, das ist wie bei Biodyn-Legende Nicolas Joly, Chenin Blanc in Reinform. Der 35 Hektar kleine Familienbetrieb kreierte ein paar der allergrößten Legendenweine Frankreichs.
Ganz im Mittelpunkt stehen dabei die drei inzwischen zu Kultstatus erhobenen Lagen Le Haut-Lieu, Le Clos du Bourg und Le Mont. Am wichtigsten ist hierbei der mit Enstehung des Weinguts 1928 erworbene Weinberg Le Haut-Lieu. Eine Lage mit überwiegend lehmigen Böden. Die Lage Clos Du Bourg ist etwas steiniger gehalten mit Tuffsteinanteilen, und bringt oft den kräftigsten der drei Weine hervor. Le Mont kam erst 1957 dazu und beinhaltet neben Tuffstein noch ein wenig Silex.
Domaine Huet ist Mitglied im Biodyvin-Verband und in dieser Eigenschaft selbstredend Öko-Zertifiziert. Was den Kult an dieser Domaine ausmacht, ist wie bei beispielsweise Nicolas Joly, die außerordentliche Reifefähigkeit ihrer Weine. Weinlegenden aus 1945 oder 1947 zeigen sich auch heute noch überaus frisch und einzigartig. Weine auf Huet werden sowohl trocken, als auch edelsüß ausgebaut. Wie es bei Erzeugern von hochwertigen edelsüßen Weinen üblich ist, geschieht deren Lese in vielen Lesegängen, um die rosinierten Trauben fortlaufend zu optimaler Reife abzuernten. Der erste Lesegang, genannt 1ère Trie, hat dabei immer die klarsten und feinsten Weine zur Folge, je länger man mit der Lese wartet, desto kräftiger und intensiver geraten die daraus resultierenden Weine, desto erdiger und würziger wird die Botrytis-Aromatik. Kenner denken hier direkt an die Prädikatsstufen Auslese bis Trockenbeerenauslese.
Noël Pinguet, der Schwiegersohn von Gaston Huet, hat das Weingut bis 2012 zu weltweitem Ruhm geführt. Seit 2003 gehört es der Familie Hwang. Noël Pinguet, der Schwiegersohn von Gaston Huet, verließ 2012 die Domaine. Das löste ein Raunen in der gesamten Weinszene aus. Pinguet hatte den Stil biodynamischer Loireweine über Jahrzehnte dominiert und Huet zu Weltruhm geführt. Wie aber sollte es nun weiter vorangehen auf dem Weingut, das 2003 von der amerikanischen Familie Hwang aufgekauft worden war? Nach drei schwierigen Jahrgängen war spätestens mit der Präsentation des 2017er Jahrgangs klar: Seit 2015 sind drei große, aufeinanderfolgende Jahrgänge entstanden. Die Legende lebt!
Porträt:
Appellation: Vouvray, Loire
Rebfläche: 35 ha
Jahresproduktion: 150.000 Flaschen
Boden: Lehm, Sandstein, Silex
Rebsorten: Chenin Blanc
Durchschnittsertrag: 33 hl/ha
Rebalter: 15 Jahre
Zertifizierung: Biodyvin und Ecocert