Jestin, Extra Brut 2010 BIO
Drei Namen erklären diese Flasche schneller als jede Beschreibung: Georges Laval in Cumières, David Léclapart in Trépail, Benoît Lahaye in Bouzy. Von deren Parzellen kommen die Trauben — ein Viertel Meunier, die Hälfte Chardonnay, ein Viertel Pinot Noir. Zusammengesetzt hat sie Hervé Jestin, der seit Jahrzehnten für biodynamische Arbeit in der Region steht und sein eigenes Haus 2006 gegründet hat. Der 2010er ist daraus der fünfte Jahrgang.
Der Grundwein verbrachte zehn Monate im Fass aus Allier-Eiche. Danach lag die Flasche rund fünfzehn Jahre auf der Hefe, bevor degorgiert wurde. Diese Zeit lässt sich weder abkürzen noch nachstellen, und sie ist der eigentliche Grund für den Preis. Die Dosage bleibt danach minimal.
Die Farbe geht ins Kupfer, mit goldenem Schimmer und einer feinen, ausdauernden Perlage. Der Duft zieht Richtung Backstube — Brotkruste, Brioche, geröstete Haselnuss —, dahinter goldener Apfel und kandierte Zitrone, dazu eine bewusst zugelassene Oxidation. Am Gaumen dicht und trotzdem präzise, getragen von lebendiger Säure. Behandeln Sie ihn wie einen großen Weißwein und stellen Sie ihn zum Hauptgang: Seezunge in einer Bisque von Krabben, Bresse-Poularde mit Trüffel, oder ein lange gereifter Comté mit Walnüssen.
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