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Nikolaihof Hefeabzug, Grüner Veltliner trocken 2024 BIO
Beim biodynamisch arbeitenden Nikolaihof in Mautern — dem ältesten Weingut Österreichs, dessen Geschichte bis in die Römerzeit zurückreicht — wird nichts überstürzt: Die Weine reifen in großen alten Holzfässern und kommen erst in den Verkauf, wenn die Familie Saahs sie für bereit hält.
Der Hefeabzug trägt sein Verfahren im Namen: Der Grüne Veltliner ruht lange auf der Vollhefe und wird direkt von ihr gefüllt — das gibt dem 2024er Schmelz und Substanz weit über seine Gewichtsklasse hinaus. Grüner Apfel, Wiesenkräuter, weißer Pfeffer und ein cremiger, dabei staubtrockener Gaumen mit feiner Würze und Salz im Abgang.
Ein Wachauer Klassiker mit Charakter: zu Spargel mit Sauce Hollandaise, Backhendl oder Bergkäse. Wer den Nikolaihof kennenlernen will, fängt am besten genau hier an.
Abbildung beispielhaft — anderer Jahrgang/Wein desselben Erzeugers.
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Der Demeter-Weinbaubetrieb Nikolaihof aus der Wachau in Österreich ist eine dieser Weingutsperlen, die uns alle so begeistern. Die Winzerfamilie Saahs pflanzt vorwiegend Riesling und Grünen Veltliner an und baut diese traditionell im großen Fass aus. Die Besonderheit ist dabei, dass etliche Weine viele Jahre oder gar Jahrzehnte nach der Vergärung auf der Hefe ruhen dürfen. Auf die Weise existieren beispielsweise Füllungen aus 2000 oder 2004, die im Dezember 2016 auf die Flasche gezogen wurden.
Wer sich mit dieser sogenannten 'sur lie'-Praxis auskennt, die beispielsweise auch bei den hochwertigsten Grundweinen für Champagner angewandt wird, weiß, dass solange der Hefekontakt da ist, die Weine gar nicht oder nur sehr wenig altern. So entstehen besonders vielschichtige und aussagekräftige Weine. Die Familie Saahs selber bewirtschaftet seit Generationen, genauer gesagt seit 1894, das Weingut. Die Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet. Ihre Weine vergären dann spontan im römischen Unterkirchenkeller. Was uns besonders beeindruckt, ist einerseits die Leichtigkeit und andererseits die Spannung der Weine, die sie selbst in ihrer kräftigsten Ausprägung, dem Smaragd, nicht verlieren. Smaragd wäre übersetzt ein gehaltvoller trockener Spitzenwein, dessen Ausgangsoechslegewicht vor der Vergärung zwischen einer Spätlese und Auslese lag. Stilistisch sind die Weine vom Nikolaihof so ganz nah dran am deutschen Riesling, wie wir ihn alle lieben.
Porträt:
Appellation: Wachau
Rebfläche: 22 ha
Jahresproduktion: 95.000 Flaschen
Boden: Lehm, Löss, Schwemmschotter, Gneis, Paragneis
Rebsorten: Riesling, G. Veltliner, Muskateller, Ch., Neuburger, Gewürztr., Frühroter Veltliner
Durchschnittsertrag: 40 hl/ha
Rebalter: 3-90 Jahre
Zertifizierung: Austria BIO Gar., Demeter