Plaimont Moonseng Manseng Noir & Merlot 2023
Manseng Noir galt als ausgestorben. Plaimont, die Genossenschaft aus der Gascogne, hat die Sorte im eigenen Rebsorten-Konservatorium wieder aufgebaut und pflanzt sie seit gut zehn Jahren zurück in die Weinberge — der Moonseng ist das Ergebnis. Der Name ist ein Wortspiel, das Etikett zeigt einen schwarzen Mond, und dahinter steckt genau die Arbeit, für die wir Plaimont schätzen: alte Pyrenäensorten nicht ins Museum stellen, sondern zurück in die Flasche bringen.
Die erste Parzelle wurde 2012 unterhalb des Städtchens Lectoure gepflanzt, auf Ton-Kalk-Böden; dazu kommen Trauben von den lehmigen Kuppen rund um Condom. Gelesen wird ab Ende September. Es folgt eine klassische Maischestandzeit von fünfzehn Tagen mit betont sanfter Extraktion, ausgebaut wird im Stahltank — kein Holz, damit Frucht und Würze der Sorte im Vordergrund bleiben. Merlot rundet die Cuvée ab, die Weinberge sind HVE-zertifiziert.
Im Glas tiefdunkel mit violettem Rand. In der Nase Gewürze, Lakritz und schwarzer Tee — eine Aromatik, die man so von kaum einem anderen Rotwein kennt. Am Gaumen weich und saftig, getragen von einer schlanken gascognischen Frische, die den Wein bekömmlich hält. Passt zu Charcuterie und Käsebrettern, zu Rindercarpaccio, und weil er nichts Schweres hat, funktioniert er auch mal ohne Essen. Leicht gekühlt bei 14 bis 15 °C servieren, nicht bei Zimmertemperatur.
Scharnweberstraße 80
12587 Berlin
Deutschland