Quinta de la Quietud El Piano de la Quietud, Tinto Clarete 2023 BIO
Toro steht für dunkle, wuchtige Tempranillos mit viel Alkohol, und genau deshalb ist dieser Wein eine Überraschung. Clarete ist die alte kastilische Art, Rotwein zu machen: rote und weiße Trauben zusammen vergoren, kurz auf der Schale, hell in der Farbe. Vor der Ära der schweren Reservas war das der Alltagswein der Region, und die Quinta de la Quietud holt ihn zurück.
Tempranillo und Malvasía von biozertifizierten Reben, gemeinsam vergoren, wie es die Tradition vorsieht. Die weiße Sorte hellt den Wein auf und bringt Frische, die Malvasía-Aromatik bleibt im Hintergrund. Vierzehneinhalb Prozent Alkohol klingen nach viel, sind in Toro aber das untere Ende, und der Wein trägt sie leicht.
Im Glas helles Rubin, fast wie ein dunkler Rosé, in der Nase Erdbeere, Kirsche, Blüten und ein Hauch Kräuter, am Gaumen saftig, mit wenig Tannin und guter Säure. Ein Wein, der gekühlt gehört und dann sehr viel Spaß macht: zu Tapas, gegrillten Sardinen, Chorizo, oder einem Salat mit gebratenem Ziegenkäse.
Abbildung beispielhaft — anderer Jahrgang/Wein desselben Erzeugers.
Von Anfang an hat dieses authentische Toro-Weingut restlos gezeigt, was man benötigt, um sich in die Herzen der Weinfreunde zu keltern: Klasse, Seriosität, faire Preise und eine eigene, unverwechselbare Handschrift!
Die Quinta de la Quietud wurde im Jahre 1999 von einem unternehmerischen Freundeskreis aus Wein-Enthusiasten aus Barcelona und Valladolid gegründet und weist 22 Hektar Land auf. Darauf wächst zu 98% die Sorte Tinta de Toro, eine Spielart des Tempranillo, angebaut als wie der Name schon sagt buschig wachsender, minimal erzogener 'bush-vine'. Die restlichen 2% der Rebfläche teilen sich Palomino, Verdejo, Moscatel, Malvasía und Albillo, aus denen ein ungewöhnlicher Strohwein erzeugt wird, der z.B. als Dessertwein genossen werden kann.
Ganz nach der Tradition eines französischen Châteaus befindet sich das Herzstück des Weinguts inmitten der Weinberge. Diese besitzen eine leichte Hangneigung. Die Böden sind von recht komplexer Beschaffenheit, es finden sich sandige, steinige und lehmige Böden, die den Hauptanteil von insgesamt 80% ausmachen. Die Weinberge werden streng umweltschonend organisch bewirtschaftet, auf Pestizide und Herbizide wird verzichtet. Das besonders heiße, trockene Klima in der D.O. Toro ist hierbei der entscheidende Schlüssel zu dieser nachhaltigen Vorgehensweise. Auch auf Bewässerung wird verzichtet, da die lehmigen Böden eine gute Wasserspeicherkapazität haben und die Rebsorte Tinta de Toro sich optimal an die hiesigen Bedingungen angepasst hat. Der Ertrag ist erwartungsgemäß sehr gering und von hoher Qualität. In den älteren Weinbergen werden ca. 4.000 Kilo pro Hektar gelesen und den jüngeren noch deutlich weniger. Ein Grund für den großartigen Erfolg des Weingutes.
Der zweite Grund hört auf den Namen Jean-François Hébrard, seines Zeichens französischer Önologe von höchsten Gnaden auf spanischer Mission. Er hat sich sein Know-how bei keinem Geringeren als Jean Luc Colombo geholt, einem der großen Rhône-Gurus. Und genau dieses Wissen bringt er nun bei der Quinta de la Quietud gewinnbringend ein. Die technischen Anlagen sind auf dem neuesten Stand. Der Barrique-Keller beherbergt zu 65% französische, zu 30% amerikanische und zu 5% litauische Fässer. Die Ausbauzeit der Weine basiert auf den Gegebenheiten eines Jahrgangs und nicht auf den Bezeichnungen Crianza und Reserva.
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