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Fritsch Roter Veltliner Ried Steinberg 1.ÖTW 2023 BIO
Roter Veltliner ist eine der seltenen autochthonen Wagram-Rebsorten, die heute praktisch nur noch dort kultiviert wird — und in den meisten Anbau-Statistiken ein Schattendasein führt. Karl Fritsch gehört zu den wenigen Adressen, die die Sorte ernst nehmen und mit ihr zeigen, dass das Wagram nicht nur „Grüner-Veltliner-Land" ist. Die ÖTW-Klassifizierung der Lage Steinberg unterstreicht den Anspruch — Erste Lage, also eine der prestigereichsten des Anbaugebiets.
Reinsortiger Roter Veltliner aus der Steinberg-Lage, biodynamisch zertifiziert. Die Reben stehen auf einem Mix aus Löss und kalkhaltigem Schotter, mit Steinanteilen, die der Lage ihren Namen geben. Vergoren wird spontan, ausgebaut auf der Vollhefe im großen, gebrauchten Holz. Roter Veltliner ist eine struktur- und säure-betonte Sorte — sie vergeudet sich in einer „freundlichen" Vinifikation und braucht eine Hand wie Fritsch, die ihr Substanz lässt.
Im Glas leuchtendes Strohgelb mit goldenen Reflexen. In der Nase reifer Apfel, Quitte, Akazienblüte, Mandel, ein Hauch frisch geriebener Ingwer und feine Mineralität vom Schotter. Am Gaumen straff, mit präsenter Säure, einer cremig-mineralischen Mittelpartie und einem würzig-langen Nachhall — eine Eigenständigkeit, die den Roten Veltliner aus dem Schatten des Grünen Veltliner herausholt. Begleitet ein Backhendl mit Erdäpfelsalat, einen gebratenen Zander mit Speck, oder einen Trentiner Casolet. Auch zu Asiatischem mit Limette eine sehr gute Idee.
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