de Bichery

Champagne · Frankreich · 8 Weine

2015 vinifizierte die Domaine de Bichery zum ersten Mal die eigene Ernte selbst. Bis dahin gingen die Trauben der Familienparzellen in den Verkauf — Raphaël Piconnets Großvater Charles war Mitbegründer der Dorfgenossenschaft von Neuville-sur-Seine und lieferte dorthin ab.

Der erste eigene Wein war ein reiner Chardonnay. Siebenhundert Flaschen. Die Cuvée heißt La Source, und der Betrieb nennt sie selbst den Anfang des Guts.

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8 Produkte

Weinflasche de Bichery Les Terres Mêlées, Brut Nature BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche de Bichery Les Fontaines, Rosé Brut Nature BIO, Rosé-Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche de Bichery La Source, Brut Nature BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche de Bichery Les Fontaines, Rosé Brut Nature BIO, Rosé-Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche de Bichery Les Terres Mêlées, Brut Nature, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche de Bichery La Source, Brut Nature BIO, Schaumwein aus der Champagne
Platzhalter: Weinflasche, Foto folgt
Weinflasche de Bichery Saignee de Meunier, Parcellaire Spontané, Rosé Brut Nature, Rosé-Schaumwein aus der Champagne

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Eine Website, die etwas verweigert

Das fällt sofort auf. Keine Familiengeschichte, keine Beschreibung der Weinbergsarbeit, keine Verkostungsnotizen. Der Betrieb schreibt es selbst hin: Hier gebe es nicht die Familienhistorie der letzten fünfhundert Jahre, man komme zum Wesentlichen.

An der Stelle, wo sonst die Arbeitsweise beschrieben wird, steht ein Link auf das Bio-Zertifikat.

Côte des Bar

Neuville-sur-Seine liegt im Département Aube, weit im Süden der Champagne. Das ist geologisch eine andere Welt als die Marne: Hier liegt der Weinbau auf den Kimmeridge-Mergeln der Hänge, während harte Portland-Kalke die Plateaus decken. Kreide, wie sie den Norden prägt, steht hier nicht an.

Gepflanzt sind Pinot Noir und Chardonnay; bei einer Cuvée kommt Meunier dazu.

Der Cuvéename ist der Parzellenname

Auch das steht als Grundsatz auf der eigenen Seite: Die Namen erzählen keine Geschichte, sie bezeichnen schlicht die Parzelle. Und jede Cuvée stammt aus einer einzigen Lese — La Source, Le Coteau, L'Envers, Les Fontaines.

Der Rosé ist nach der Parzelle La Fontaine du Noyer benannt, die auch die Etiketten inspiriert hat.

Blanc de Blancs, wo Pinot Noir König ist

Die Côte des Bar ist Pinot-Noir-Land. Einen reinen Chardonnay-Champagner dort zu machen, beschreibt das Gut selbst als die Dinge verkehrt herum anzufassen. Ausgebaut wird er in Fässern befreundeter Winzer aus dem Burgund.

Dazu kommen Coteaux Champenois in Rot und Weiß — Stillweine aus der Champagne, hier vollständig im Fass ausgebaut.

Zertifizierung mit Datum

Angemeldet zur ökologischen Erzeugung im Februar 2016 bei Ecocert France, zertifiziert nach den drei Jahren Umstellungszeit ab 2019. Das Register zeigt, dass es weitergeht: Für das aktuelle Kontrolljahr stehen neben den zertifizierten Flächen weitere Parzellen im ersten und im dritten Umstellungsjahr.

Eingetragen ist der Betrieb übrigens nicht nur für Wein, sondern auch für Tafeläpfel, Birnen, Kirschen und Pfirsiche — im Champagne-Kontext ungewöhnlich.

Nicht zu verwechseln

Im selben Dorf sitzt Champagne C.H. Piconnet, ein zweiter Betrieb derselben Familie unter demselben Nachnamen — ein anderer Erzeuger mit eigenen Cuvées. Im Handel taucht die Domaine außerdem verkürzt als „Champagne Bichery“ auf; Bichery ist ein Flurname.

Angaben zu Cuvées und Grundsätzen nach der Website des Guts (domainedebichery.com), belegt über das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio und die Zertifikatsdatenbank von Ecocert; die Geologie der Côte des Bar nach der Union des Maisons de Champagne und einem Natura-2000-Bericht, der die Flächen von Neuville-sur-Seine dem oberen Kimmeridgium zuordnet. Zur Rebfläche, zur Parzellenzahl und zur Jahresproduktion machen weder der Betrieb noch ein Register eine Angabe; die im Handel kursierenden Werte weichen stark voneinander ab.