Matthias Planchon

Loire · Frankreich · 8 Weine

2019 füllte Matthias Planchon zum ersten Mal unter eigenem Namen ab. Seinen Betrieb gab es zu diesem Zeitpunkt schon sieben Jahre — eingetragen 2012, seit 2014 bio-zertifiziert, aber ohne eine einzige eigene Flasche.

Dazwischen fehlte schlicht der Keller. Er entstand 2018. Erst danach wurde aus dem Traubenerzeuger ein abfüllender Winzer.

Mehr über das Weingut

8 Produkte

Weinflasche Matthias Planchon Sancerre blanc „Le Paradis“ AOC BIO, Weißwein von der Loire
Matthias Planchon Sancerre rouge "Tirrepeine" AOC 2022 BIO
Weinflasche Matthias Planchon Sancerre rouge „Les Herses“ AOC BIO, Rotwein von der Loire
Matthias Planchon Sancerre blanc "Chambrates" AOC 2022 BIO
Matthias Planchon Sancerre blanc "Le Paradis" AOC 2022 BIO
Weinflasche Matthias Planchon Sancerre rouge „Les Herses“ AOC BIO, Rotwein von der Loire
Matthias Planchon Sancerre blanc "Les Herses" AOC 2022 BIO
Weinflasche Matthias Planchon Sancerre blanc „Les Herses“ AOC BIO, Weißwein von der Loire
Ausverkauft

Das Sortiment

Der Einstieg

3 Weine · €50,90 bis €54,85

Die Mitte

4 Weine · €62,90 bis €64,90

Die Spitze

1 Wein · €86,90

Mehr über Matthias Planchon

Zentralloire, nicht Anjou

Das ist die erste Einordnung, weil „Loire“ in die Irre führen kann. Der Betrieb liegt in Sancerre im Département Cher, am östlichen Ende des Flusses. Hier gelten Sauvignon Blanc und Pinot Noir — nicht Melon de Bourgogne wie im Muscadet, nicht Chenin wie im Anjou, nicht Cabernet Franc wie in der Touraine.

Der Sitz heißt Le Paradis, und so heißt auch eine der Hauptcuvées: Lagenname und Wohnadresse fallen zusammen.

Silex und Kalk

Die beiden wichtigsten Weine sind nach ihren Böden getrennt: Les Herses steht auf Silex, dem Feuerstein, Le Paradis auf Kalk. Die Reben sind rund fünfzig Jahre alt.

Fünf rote Lagenweine

Das fällt auf. Sancerre ist überwiegend eine Weißweinappellation, und der Betrieb ist mit fünf bis fünfeinhalb Hektar klein. Trotzdem gibt es rote Einzellagenweine aus Les Herses, La Lampe, Le Fort, Le Paradis und Tirrepeine — belegt im Register von Demeter France.

Auf der weißen Seite kommen Chambrates und La Lampe dazu.

Wie gearbeitet wird

Biodynamisch seit 2018, Handlese, pneumatische Pressung. Die Weißweine liegen nach Importeursangabe ein Jahr auf der Feinhefe und danach ein weiteres im Edelstahl; die Roten ein Jahr in Keramik und kleinen Fässern, dann ebenfalls ein Jahr im Stahl. Abgefüllt wird nach Mondkalender.

Zugekauft wird nichts — alle Parzellen sind Familienbesitz.

Drei Schienen, unterschiedlich weit

Hier lohnt Genauigkeit, weil Händler es oft verkürzen. Die EU-Bio-Zertifizierung über Ecocert besteht seit 2014 und ist sauber belegt. Bei Biodyvin ist der Betrieb seit 2021 Mitglied — der Verbandseintrag selbst führt das Label allerdings als en conversion, also in Umstellung. Und im Verzeichnis von Demeter France steht der Betrieb, ohne dass dort ein Status oder ein Datum genannt wäre.

Belegt ist damit: Bio ja, biodynamisch in Arbeit.

Kein Webauftritt

Weder die Agence Bio noch Biodyvin, Demeter oder die Branchenvertretung führen eine Website. Der Kontakt läuft über Telefon; verkauft wird nach Registereintrag ausschließlich an den Handel, nicht an Privatkunden.

Nicht zu verwechseln

In derselben Gemeinde gibt es die Domaine Raffaitin-Planchon, einen anderen und größeren Betrieb, sowie einen weiteren Weinbaubetrieb namens Planchon. Mehrere Tourismusportale schreiben den Namen zudem falsch als „Panchon“.

Und eine Legende, die im Handel kursiert: Jules Émile Planchon, der Botaniker, der die Reblaus bekämpfte, stammte aus dem Hérault und wirkte in Montpellier. Ein Zusammenhang mit den Winzern in Sancerre ist nirgends belegt.

Betrieb, Gründungsdatum und Zertifizierungen sind über das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio, das Zertifikatsregister von Ecocert, die Mitgliederliste von Biodyvin und das Verzeichnis von Demeter France belegt. Angaben zu Kellerbau, erstem Jahrgang, Böden und Arbeitsweise stammen von Importeuren; eine eigene Website betreibt das Gut nicht. Zur Rebfläche nennen die Quellen fünf und fünfeinhalb Hektar.