Solemme

Champagne · Frankreich · 5 Weine

Rund hundertsiebenundachtzig Jahre lang lieferte diese Familie Trauben ab — erst an Händler, ab 1948 und 1958 an zwei Genossenschaften, die sie mitgegründet hatte. Eine eigene Abfüllung gab es nie.

2009 änderte sich das: Olivier Langlais gründete eine eigene Gesellschaft und legte die Marke Solemme an, um erstmals selbst zu vermarkten.

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5 Produkte

Weinflasche Solemme Rose de Solemme, 1er Cru Brut Nature, Millésimé BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Solemme Esprit de Solemme, 1er Cru Brut Nature, Millésimé BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Solemme Ambre de Solemme, Blanc de Noirs, Brut Nature, Millésimé BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Solemme Nature de Solemme, Blanc de Blancs, Brut Nature, Millésimé BIO, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Solemme Plénitude de Solemme, 1er Cru Extra Brut, Millésimé BIO, Schaumwein aus der Champagne
Ausverkauft

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Der Name kommt über die Frauen

Die Linie läuft nicht über die Langlais, sondern über die Bailly. Der Name Langlais kam erst 1967 durch Heirat dazu, als Chantal Bailly Étienne Langlais heiratete. Nachweisbar sind die Bailly in dieser Gegend seit 1822.

Auch der Markenname geht in diese Richtung: sol für Sonne, emme für Frau.

Der westliche Teil der Montagne

Sechs Hektar in der sogenannten Petite Montagne de Reims, dem Westteil der Montagne de Reims, dazu Fläche im Ardre-Tal. Das ist nicht die Côte des Blancs und nicht die Côte des Bar.

Die Böden wechseln stark: Kreide, Ton-Kalk, Schluff, Sand. Die Lagen liegen in der Ebene und am Mittelhang, nicht in Steillagen.

Meunier als Hauptsorte

Knapp zwei Drittel der Fläche. Chardonnay macht rund dreißig Prozent aus, Pinot Noir nur acht. In der Champagne ist Meunier meist die Beigabe; hier trägt er das Sortiment.

Die Reben stammen aus Pflanzungen zwischen 1957 und 2018.

Die Umstellung lief sortenweise

Das erklärt, warum zu diesem Betrieb drei verschiedene Jahreszahlen kursieren. 2010 wurde die Bio-Kontrolle angemeldet, zunächst für den Chardonnay. 2013 kam die erste zertifizierte Ernte. Seit 2018 ist die gesamte Fläche zertifiziert.

Die drei Zahlen widersprechen sich nicht — sie bezeichnen drei Stufen.

Jede Cuvée aus einem Jahrgang

Kein Verschnitt über Jahrgänge hinweg, was in der Champagne die Ausnahme ist. Bei manchen Cuvées steht der Jahrgang allerdings nicht auf dem Etikett.

Was weggelassen wird

Nach eigener Angabe: keine Anreicherung, keine Filtration, keine Kältebehandlung und keine Dosage. Das Hefelager dauert im Schnitt drei Jahre, degorgiert wird ohne Schwefelzugabe.

Im Weinberg biodynamische Präparate, Komposttees im Frühjahr, Gründüngung mit Luzerne, Ausbringung nach Mondkalender.

Eine Einzelparzelle

La Motelle in Villers-aux-Nœuds, reiner Meunier, trägt eine eigene Cuvée.

Nicht zu verwechseln

„Solemme“ ist ein Markenname, kein Rechtsträger — im Unternehmensregister findet man ihn nicht. In derselben Gemeinde sind außerdem mehrere weitere Betriebe mit dem Familiennamen Langlais eingetragen, die nicht dazugehören.

Und der Ort heißt Villers-aux-Nœuds, nicht Villers-Marmery und nicht Villers-Allerand. Mehrere ältere Cuvée-Namen laufen im Handel weiter, gehören aber nicht mehr zum heutigen Sortiment.

Angaben zu Rechtsträger, Gründungsdatum und Bio-Zertifizierung nach dem französischen Unternehmensregister, dem Register der Agence Bio und dem Ecocert-Zertifikat; Angaben zu Lagen, Sorten, Arbeitsweise und Sortiment nach der Website des Guts und dem Profil des Erzeugerverbands, die Familiengeschichte nach einem Betriebsbesuchsbericht. Zum Jahr der Übernahme stehen 1998 und 2006 nebeneinander, zur Zahl der Crus drei bis sechs, zur Jahresmenge sechzehn- und dreißigtausend Flaschen. Wichtig für die Auszeichnung: Demeter, Biodyvin und eine hohe Umweltzertifizierung sind alle drei nicht auffindbar, jeweils mit bestandenem Kontrolltest — der Betrieb arbeitet biodynamisch, zertifiziert ist das nicht. Und die Erzeugerkategorie ließ sich nicht klären: Ein Bericht von 2015 beschreibt Pressung und Ausbau in der Genossenschaft, die Zertifizierungsstelle führt den Betrieb dagegen als Verarbeiter. Die zwei Buchstaben unten auf dem Etikett klären das in Sekunden — sie sollten gelesen werden, bevor irgendwo „Winzerchampagner“ steht.