Wird aktuell von Personen angesehen.
J. Charpentier Blanc de Blancs Brut
Blanc de Blancs heißt: nur Chardonnay, keine rote Rebe im Spiel. Das ist die filigranste Spielart des Champagners — schmaler, klarer, mineralischer als die klassischen Cuvées, und die Sorte, die am längsten reifen kann. Bei einem Haus, das sonst auf Pinot Meunier baut, ist so eine Flasche der Gegenentwurf zum eigenen Stil. Die Weinwirtschaft gab 91 Punkte, aus Paris kam beim Concours Général Agricole Silber.
Kalkstein ist der natürliche Partner des Chardonnay, und in der Champagne trifft beides in Reinform aufeinander. Das Gestein hält die Reben kühl und die Säure hoch; die Trauben von Avenay Val d'Or und Ludes reifen langsam, ohne Fett anzusetzen. Vier Jahre Reifezeit hat der Champagner noch vor sich — Geduld quittiert ein Blanc de Blancs meist mit Gewinn.
Helles Gold mit grünen Reflexen im Glas. In der Nase zuerst ein kräutriger Zug, dann Zitrone, darunter frische Haselnuss und ein Hauch weißer Blüten — nichts davon drängt sich vor, alles steht in Balance. Der Gaumen bleibt straff und schlank, die Perlage fein und lang; 5,8 Gramm Dosage bedeuten extra brut, also kaum Zucker als Puffer. Zwölf Prozent, sechs bis acht Grad im Glas.
Austern sind seine natürliche Gesellschaft, ebenso weißfleischiger Fisch — Hecht etwa. Und wenn ein Abend etwas Besonderes markiert, ist er der Wein, mit dem man beginnt.
Du erhältst €1,94 Guthaben beim Kauf dieses Artikels.