Wird aktuell von Personen angesehen.
J. Charpentier Rosé Brut
Rosé-Champagner steht oft im Verdacht, mehr Farbe als Substanz zu haben. Bei J. Charpentier spricht die Rebsortenwahl dagegen: 80 Prozent Pinot Meunier und 20 Prozent Pinot Noir, also zwei rote Sorten, die den Ton nicht kosmetisch, sondern aus der Frucht heraus erzeugen. Der Guide Hachette hat den Wein mit einem Stern ausgezeichnet, beim Concours Féminalise gab es Gold.
Die Lagen liegen bei Avenay Val d'Or und Ludes auf Kalkstein — ein Boden, der weniger Kraft als Präzision liefert. Genau das braucht ein Rosé aus der Champagne: Die Frucht kommt von den roten Sorten, die Spannung vom Untergrund. Bis zu vier Jahre hält sich die Flasche, ohne an Frische einzubüßen.
Im Glas ein kupferfarbenes Rosa. Die Nase führt Quitte und schwarze Johannisbeere zusammen — eine ungewöhnliche, herb-fruchtige Kombination, die dem Wein Kontur gibt. Am Gaumen übernimmt dann die Kirsche und bleibt lange stehen. Mit 5,7 Gramm Dosage zählt er zu den extra brut ausgebauten Champagnern: wenig Süße, viel Frucht aus dem Wein selbst. Zwölf Prozent, serviert bei sechs bis acht Grad.
Am Tisch macht er sich zu Desserts mit roten Beeren ebenso gut wie zu Lamm; auch neben leichten Salaten bleibt er im Gleichgewicht. Und er gehört zu jenen Champagnern, bei denen schon das Einschenken zum Vergnügen zählt.
Du erhältst €1,80 Guthaben beim Kauf dieses Artikels.