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Virginie T. Blanc des Blancs Extra Brut
Reiner Chardonnay, minimal dosiert — das ist die puristischste Form, in der Champagner auftreten kann. Nichts verdeckt hier etwas: keine rote Rebsorte, die Fülle beisteuert, kaum Zucker, der Kanten abrundet. Was übrig bleibt, ist der Wein in seiner Grundgestalt, und der muss gut sein, sonst geht die Rechnung nicht auf.
Die Chardonnay-Reben stehen auf einem Untergrund aus Kreide und Kalkstein, durchsetzt mit Ton und Sand. Für diese Sorte ist das der ideale Boden: Der Kalk gibt die salzige Spannung, die man in der Champagne Mineralität nennt, der Ton verhindert, dass der Wein zu dünn gerät. Fünf Jahre Reifepotenzial stehen der Flasche noch zu, und ein Champagner dieser Machart gewinnt in dieser Zeit meist an Tiefe.
In der Nase treffen Zitrone und weiße Blüten aufeinander und halten sich die Waage. Am Gaumen zeigt der Wein die vollmundige und zugleich frische Seite des Chardonnay — beides gleichzeitig zu haben ist das Kunststück dieser Rebsorte. Vier Gramm Dosage sind fast nichts; das macht ihn zu einem extra brut im Wortsinn, hell und schnörkellos. 12,5 Prozent, zehn Grad im Glas.
In Knoblauchöl geschwenkte Garnelen sind ein guter Anfang, Kaviar und Lachs die naheliegende Fortsetzung. Als Aperitif steht er dort, wo der Anlass etwas hergibt.
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