11 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €20,70 bis €26,50
- Rosato IGT 2024 €20,70
- Rosato IGT 2025 €20,90
- Il Randagio IGT 2023 €21,90
Die Mitte
3 Weine · €26,90 bis €49,90
Die Spitze
2 Weine · €58,90 bis €77,90
- Il Guercio IGT 2023 €58,90
- UNO IGT "Special Edition" 2021 €77,90
Mehr über Tenuta di Carleone
Ein Weiler von 1078
Castiglioni, die „kleine Burg“, wird 1078 erstmals urkundlich erwähnt; gegründet haben ihn die Mönche der Badia a Coltibuono. Ab 2012 begannen der österreichische Unternehmer Karl Egger und seine Schwester Kristine, die Ruinen wiederherzustellen — daraus entstand das Weingut.
Chianti Classico wie ein Village-Wein
Das ist die entscheidende Entscheidung im Keller. Jede Parzelle wird getrennt vergoren und getrennt ausgebaut; die Cuvée entsteht erst danach, nach Verkostungen. O'Callaghan vergleicht seinen Chianti Classico ausdrücklich mit einem Village-Wein aus dem Burgund.
Im Chianti Classico ist das unüblich — dort wird meist schon bei der Gärung verschnitten.
Vierzig bis sechzig Tage auf der Maische
Die regionale Norm liegt bei zwei bis drei Wochen. Hier steht der Chianti Classico vierzig bis sechzig Tage auf der Maische, der Il Guercio vier bis fünf Monate. Vergoren wird spontan, mit Ganztraubenanteilen, überwiegend in Zement statt in Barriques oder großem Holz. Es wird weder geschönt noch filtriert, gelesen wird von Hand.
Ein Gut, das kein Gut ist
Die Parzellen liegen in vier verschiedenen Gemeinden: Radda in Chianti, wo der Sitz ist, dazu Castelnuovo Berardenga bei Vagliagli, Gaiole und Greve mit einer gepachteten Terrassenlage in Lamole. Die Höhen reichen von rund 450 bis 700 Meter. Der Betrieb ist also keine zusammenhängende Fläche — obwohl die Familie ein zusammenhängendes Anwesen besitzt.
Eine Kuriosität am Rande: In hoher Nordlage steht ein halber Hektar Riesling, mitten im Chianti Classico.
Ein Wein, der umgezogen ist
Il Guercio — benannt nach dem Spitznamen des Kellermeisters — kam ursprünglich aus der Lage Mello oberhalb von Barbischio in Gaiole, auf siebenhundert Metern. Heute stammt er aus einem alten Terrassenweinberg bei Lamole, auf sechshundertfünfzig Metern. Wer ältere und neuere Angaben nebeneinander liest, findet also beides — und beides stimmt, für seine Zeit.
Was nicht behauptet wird
Der Betrieb spricht von biologischen und biodynamischen Grundsätzen im Weinberg. Eine Zertifizierung führt er nicht und beansprucht sie auch nicht; in den Registern der italienischen Kontrollstellen ist er nicht zu finden. Belegt ist die Mitgliedschaft im Consorzio Vino Chianti Classico.
Ein Brand aus Oberösterreich
Über die österreichische Eigentümerfamilie gibt es eine ungewöhnliche Verbindung: Die Sangiovese-Trester und der Rosato gehen zu Hans Reisetbauer nach Axberg. Daraus entstehen ein Tresterbrand und ein Gin.
Nicht zu verwechseln
Der Betrieb firmiert als Tenuta Carleone di Castiglioni; unter diesem Namen führt ihn das Consorzio, während Etiketten und Handel „Tenuta di Carleone“ schreiben. Und „Il Guercio“ ist zugleich Weinname und Spitzname des Kellermeisters — einzelne Händler führen den Erzeuger deshalb versehentlich unter diesem Namen.
Angaben zu Geschichte, Lagen und Arbeitsweise nach der Website des Betriebs und dem Eintrag im Consorzio Vino Chianti Classico, ergänzt um Interviews mit Sean O'Callaghan und italienische Fachpresse. Zur Rebfläche nennen die Quellen Werte zwischen fünfzehn und zweiunddreißig Hektar, teils aus verschiedenen Jahren; die Betriebsseite selbst führt zwei unterschiedliche Stände nebeneinander.















