Flo Busch Pointe du Jour, Terrasses du Larzac AOC 2022
Die Terrasses du Larzac sind die Ecke des Languedoc, über die man in den letzten Jahren am meisten spricht: hoch gelegen, nachts kühl, mit Kalk und Kies statt schwerer Ebene. Florian Busch und Paola Ponsich haben sich in Montpeyroux niedergelassen, einem der Dörfer, die diese Appellation groß gemacht haben. Der Name Busch ist Weinfreunden von der Mosel bekannt, hier zeigt er sich in einer ganz anderen Landschaft.
Pointe du Jour, der Tagesanbruch, ist die Cuvée aus Grenache, Carignan und Syrah, den drei Sorten, die im Languedoc zusammengehören. Grenache bringt die Wärme, Carignan die Säure und den Zug, Syrah die Würze. Die Höhenlage sorgt dafür, dass der Wein trotz vierzehn Prozent nicht schwer wird, sondern eher straff und trinkig bleibt.
Im Glas dunkles Rubin, in der Nase schwarze Kirsche, Garrigue-Kräuter, Pfeffer und ein Hauch Lakritz, am Gaumen saftig, mit feinem Tannin und einem Abgang, der länger ist, als der Preis vermuten lässt. Dazu Lammkoteletts vom Grill, ein Ratatouille aus dem Ofen, oder ein Hartkäse aus Schafsmilch. Leicht gekühlt servieren, nicht warm.
Abbildung beispielhaft — anderer Jahrgang/Wein desselben Erzeugers.