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Fritsch Pinot Noir Ruppertsthal 2022 BIO
Ruppertsthal ist eine der östlichsten Wagram-Gemeinden, am Rand zur tieferen Donauebene gelegen — ein Mikroklima, das den Pinot Noir hier zu einer ganz anderen Stilistik führt als die zentralen Wagram-Höhenlagen. Karl Fritsch hat hier einige seiner besten Pinot-Parzellen, biodynamisch zertifiziert. Wer österreichische Pinot Noirs noch nie ernst genommen hat, sollte sich Wagram als Sub-Region merken — hier passiert in den letzten zehn Jahren vieles, was in der internationalen Aufmerksamkeit oft untergeht.
Die Reben für diesen Pinot Noir stehen auf lössigem Boden mit Schotter-Anteilen, biodynamisch zertifiziert, im Schnitt 25 Jahre alt. Vergoren wird mit teilweisem Ganztrauben-Anteil im offenen Bottich, ausgebaut in französischen Eichenfässern (überwiegend gebraucht) über 12 bis 14 Monate. Eine Vinifikation, die dem Pinot Noir die Frische und Struktur lässt, ohne Holz-Dominanz.
Im Glas helles, durchscheinendes Rubinrot. In der Nase Sauerkirsche, Himbeere, Hagebutte, Granatapfel, ein Hauch Veilchen und subtile Würze von Anisbrot. Am Gaumen leichtfüßig, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und einer Länge, die für die Preisklasse erstaunlich ist. Eine zugängliche, fast tänzerische Pinot-Noir-Stilistik, die zur österreichischen Tafel passt: Backhendl, gebratenes Bauernente mit Erdäpfelschmarrn, oder eine Quiche von Pilzen. Auch leicht gekühlt im Sommer eine sehr gute Idee.
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