7 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €15,90 bis €19,50
- Misto Mare IGT 2025 €15,90
- Misto Mare IGT 2024 €15,90
- Rosso Mosso, Vino Spumante Rosso Extra Brut €19,50
Die Mitte
3 Weine · €33,90
Mehr über Alois Lageder
Ein Handelshaus, das Weingut wurde
1823 verließ Johann Lageder Gröden, ging nach Bozen und begann dort mit dem Weinhandel. Eigene Weinberge kamen erst hundertelf Jahre später dazu: 1934 kaufte Alois Lageder III. den Ansitz Löwengang in Margreid.
Diese Doppelnatur prägt den Betrieb bis heute. Er ist Gutsbetrieb und Verarbeiter zugekaufter Trauben zugleich — und damit weder das eine noch das andere, was ihn von den reinen Gütern wie von den Genossenschaftskellereien der Nachbarschaft unterscheidet.
Sechzig Partner, geschlossen umgestellt
Fünfundfünfzig Hektar gehören der Familie, weitere fünfundachtzig bewirtschaften rund sechzig Partnerbetriebe in ganz Südtirol. Dass ein Zukaufsbetrieb dieser Größe seine Lieferanten vollständig auf Bio umstellt, ist in der Region die Ausnahme.
Ein Keller ohne Pumpen
1995 zog der Betrieb von Bozen nach Margreid und baute im historischen Ansitz einen neuen Keller. Sein Kern ist ein runder Turm von rund siebzehn Metern Tiefe: Die Trauben wandern allein über die Schwerkraft nach unten, gepumpt wird nicht.
Gebaut wurde überwiegend aus Holz und Stein. Seit 1996 deckt eine Photovoltaikanlage einen erheblichen Teil des Strombedarfs, dazu kommen Sonnenkollektoren und Wärmerückgewinnung.
Rinder im Weinberg
Zum biodynamischen Ansatz gehört ein Hoforganismus. Rinder, Ochsen und Schafe von Bergbauern weiden im Herbst und Winter in den Weinbergen des Unterlands — das mildere Klima dort erlaubt eine Außenhaltung, die im Alpenraum sonst kaum möglich ist. Zwischen den Reben liegt außerdem ein Gemüsegarten.
Reben von 1875
Auf der Löwengang-Parzelle stehen Carménère, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot, die um 1875 gepflanzt wurden — rund hundertfünfundvierzig Jahre alt und damit einer der ältesten Weinberge Südtirols. Junge Reben für die Erweiterung wurden aus genau diesem Bestand ausgelesen.
Von zweihundert bis tausend Metern
Die Weinberge verteilen sich über eine Höhendifferenz von achthundert Metern. Drei Bodentypen prägen das Gebiet: vulkanischer Porphyr, verwittertes Grundgestein und Kalk mit Dolomit.
Gearbeitet wird mit dreißig Rebsorten — von Vernatsch und Lagrein über Gewürztraminer und Weißburgunder bis zu Viognier, Petit Manseng und Tannat, die als Antwort auf die ersten Klimaberichte versuchsweise gepflanzt wurden.
Kunst im Betrieb
Auf dem Gut stehen dauerhaft installierte Arbeiten von Mario Airò, Christian Philipp Müller, Carsten Höller, Rosemarie Trockel und Matt Mullican. Dazu kommt eine Gartenskulptur von 2011, gefügt aus Garten- und Landwirtschaftsgerät.
Vierhundertzwanzig Gramm
2023 stellte der Betrieb auf eine Leichtglasflasche um: von sechshundertfünfzig Gramm im Jahr 2021 auf vierhundertzwanzig. Nach eigener Rechnung sind das rund hundertvierzehn Tonnen Glas weniger im Jahr.
Nicht zu verwechseln
„Tenutæ Lageder“ ist kein eigenes Weingut, sondern war eine frühere Linienbezeichnung desselben Betriebs. Auf der heutigen Website gibt es diese Zweiteilung nicht mehr; im Handel laufen ältere Jahrgänge aber weiter unter diesem Namen.
Ebenso ist Casòn Hirschprunn kein fremder Erzeuger, sondern ein 1991 gekaufter Ansitz derselben Familie. Und der Name Alois Lageder bezeichnet zugleich eine Person, den Betrieb und die Marke — der heutige Geschäftsführer ist Alois Clemens Lageder in sechster Generation.
Angaben zu Geschichte, Flächen, Lagen, Böden und Arbeitsweise nach der Website des Guts, ergänzt um das Operatorenregister von Demeter Italia, das Konsortium Südtirol Wein und das Handelsregister Bozen. Zur Zahl der Winzerpartner und zur Rebfläche nennen ältere Betriebsunterlagen abweichende Werte (rund neunzig Partner, rund fünfzig Hektar). Eine Jahresproduktion nennt der Betrieb selbst nicht; im Handel kursierende Flaschenzahlen sind daher hier nicht wiedergegeben.








