Bakkanali

Toskana · Italien · 7 Weine

Sebastian Nasello war seit 2009 in Montalcino und über zehn Jahre in einem der Güter dort tätig. 2021 brach er ab. Mit Ugo Fabbri ging er nicht in eine andere Lage desselben Gebiets, sondern an die Nordwestflanke des Monte Amiata.

Auf sechshundert bis achthundert Meter. Die Begründung der beiden: das Klima — und der Wunsch, die Komfortzone zu verlassen.

Mehr über das Weingut

7 Produkte

Weinflasche Bakkanali Kani IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Bakkanali Kani IGT BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Bakkanali Rosa IGT BIO, Roséwein aus der Toskana
Weinflasche Bakkanali Rosso IGT, Rotwein aus der Toskana
Weinflasche Bakkanali Rosa IGT BIO, Roséwein aus der Toskana
Weinflasche Bakkanali Fiorenzo IGT, Rotwein aus der Toskana
Weinflasche Bakkanali K Monte Amiata IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Bakkanali K Monte Amiata IGT BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Bakkanali Kab IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Bakkanali Bakkanali Kab IGT 2023 BIO Rücketikett

Das Sortiment

Der Einstieg

4 Weine · €19,90 bis €36,90

Die Mitte

1 Wein · €43,90

Die Spitze

1 Wein · €54,90

Mehr über Bakkanali

Gekauft, nicht geerbt

Der Betrieb wurde als Ganzes von älteren Vorbesitzern erworben. Die Gesellschaft wurde im März 2022 gegründet, im Herbst desselben Jahres fand die erste Lese statt.

Wer beteiligt ist

Das ist für einen Betrieb dieser Größe ungewöhnlich offen gelegt und ungewöhnlich verteilt: Die Mehrheit liegt bei einer ausländischen Beteiligungsgesellschaft, ein Zehntel hält seit Ende 2022 ein italienischer Unternehmer aus einer bekannten Kaffeefamilie, und die beiden Gründer halten je knapp fünfzehn Prozent.

Zwei Höhen, zwei Aufgaben

Poggioferro auf sechshundert Metern ist ein Westhang und trägt die roten Sorten. Pescina auf achthundert Metern ist eine Hochfläche und ist für weiße Sorten vorgesehen — für toskanischen Weinbau eine bemerkenswerte Höhe.

Tischio

So heißt das Gestein auf der oberen Lage: ein schuppiges Sedimentgestein mit hohem Schluffanteil, rund fünfundsechzig Millionen Jahre alt, mit auffällig hohen Eisen- und Mangangehalten. Der Betrieb leitet daraus einen Einfluss vulkanischen Materials ab — vorsichtig, als Vermutung.

Unten in Poggioferro liegen graubraune Tonsteine und Kalke; der Aktivkalkgehalt liegt zwischen acht und fünfzehn Prozent.

Zement statt Barrique

Vergoren und ausgebaut wird überwiegend im Zement, teils im Edelstahl. Nur eine einzige Parzelle geht in den offenen Holzbottich. Spontangärung mit betriebseigenen Hefen, lange Standzeiten, je nach Jahrgang Ganztrauben und Stiele.

Der Leitsatz auf der Kellerseite lautet sinngemäß: Die eigentliche Kunst liege im Weglassen, nicht im Hinzufügen.

Ein Gebiet, das nicht auf dem Etikett steht

Seggiano gehört zum Anbaugebiet zweier eigener Herkunftsbezeichnungen. Der Betrieb füllt trotzdem ausnahmslos als Landwein der Toskana ab.

Die Datenblätter führen die Weine sogar ohne Jahrgangsangabe.

Auch Öl

Aus der lokalen Olivensorte, die dem Ort ihren Namen verdankt — beziehungsweise umgekehrt.

Nicht zu verwechseln

Poggioferro heißt auch eine Ortschaft in einer ganz anderen Gegend der Provinz, im Morellino-Gebiet. Dieser Betrieb liegt am Monte Amiata.

Ebenso wenig gehört er zu den beiden Montalcino-Gütern des Minderheitsgesellschafters — auch nicht zu dem, in dem Nasello vorher arbeitete.

Angaben zu Lagen, Böden, Arbeitsweise und Weinen nach der Website des Betriebs und ihren Datenblättern, ergänzt um Fachpresse und das Profil eines Erzeugerverbands. Die Rebfläche ist widersprüchlich: Die eigene Website nennt an einer Stelle viereinhalb, an anderer achteinhalb Hektar — möglicherweise bestockte gegen Gesamtfläche, belegt ist das nicht. Ebenso schwanken die Flaschenzahlen zwischen einundzwanzig- und vierzigtausend, weshalb hier keine steht. Die Datenblätter führen den Betrieb als biozertifiziert und in biodynamischer Umstellung, nennen aber keinen Zertifizierer; ein Registerabgleich war nicht möglich.