9 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €16,90 bis €21,90
- Soleil de Coulaine Rosé AOP 2023 €16,90
- Château de Coulaine AOC 2023 €17,90
- Les Pieds Rôtis AOP 2023 €19,90
Die Mitte
4 Weine · €22,90 bis €28,90
- Sinople AOC 2023 €22,90
- Les Picasses AOC 2022 €28,90
- Clos de Turpenay AOC 2022 €28,90
Mehr über Château de Coulaine
Was die Archive hergeben
Weinbau ist in Coulaine seit 1434 belegt — das Familienarchiv nennt dieses Jahr. Das heutige Schloss baute 1470 Jehan de Garguesalles, Gouverneur von Chinon; die Jahreszahl steht bis heute im Titel des Guts.
1534 erwähnt François Rabelais Coulaine im Gargantua. Von 1787 bis 1824 führte ein Vorfahr ein Weinlesejournal. Und dann bricht die Überlieferung ab: Was zwischen 1824 und 1950 geschah, sagt das Gut ausdrücklich selbst nicht zu wissen.
Vier Böden, mit ihren Chinoner Namen
Ungewöhnlich für die Appellation: Das Gut ordnet jeder Cuvée einen Bodentyp zu und benutzt dafür die örtlichen Begriffe.
Graviers argileux, tonige Kiese, tragen Les Pieds Rôtis und den Clos de la Cure — tiefgründig, wasserhaltend und sehr schwer zu bearbeiten. Millarges heißen in Chinon die gelben muschelführenden Sande; sie liegen um das Schloss und speichern kaum Wasser. Dazu kommen tonige Sande über weißem Tuffeau auf der Lage Bonnaventure und Lehm-Kalk auf La Diablesse und Les Picasses, dort mit Tuffeau-Bruchstücken, die den Boden durchlüften und tagsüber Wärme speichern.
Weißwein in einer Rotweinappellation
Chinon ist Cabernet-Franc-Land. Coulaine füllt daneben gleich drei Chenin-Cuvées ab: Les Pieds Rôtis, Clos de la Cure und Sinople. Der Clos de la Cure reift dabei in einer Steinzeug-Amphore.
Der Clos de Turpenay, zwei Hektar südostexponiert, wurde zwischen 1960 und 1995 in Massenselektion aufgebaut und ist als Lage seit dem Mittelalter bekannt.
Der erste Bio-Betrieb in Chinon
So beschreibt es das Gut selbst. Die Jahreszahl schwankt je nach Quelle zwischen 1994 und 1998; die eigene Website nennt 1994, das amtliche Register den Januar 1998. Die Umstellung der restlichen Flächen zog sich bis in die 2000er.
Die interessantere Aussage steht daneben: Auf den Reben in Coulaine sei nie Chemie eingesetzt worden. Mehr als die Hälfte der Fläche sei damit seit rund sechshundert Jahren faktisch biologisch bewirtschaftet — die Zertifizierung habe nur den Rest betroffen.
Schafe, Vögel, ein Obstgarten
Solognote-Schafe weiden zwischen den Reben. Seit 2020 zählt die französische Vogelschutzliga hier die Arten; achtzig wurden erfasst. Geplant ist, eine bisher konventionell bewirtschaftete Ackerfläche in einen zwei Hektar großen Hochstamm-Obstgarten umzuwandeln — Apfel, Birne, Kirsche, Himbeere, Speierling. Zum Gut gehört außerdem ein sieben Hektar großer Park mit dreihundertjährigen Zedern.
Ein Wein als Familiengedächtnis
Acadia ist kein gewöhnlicher Wein: Most der Ernte 2006, stummgemacht mit Marc-Branntwein, der 1989 und 1990 gebrannt wurde, danach dreizehn Jahre im Fass ohne Auffüllen. Siebenhundert Flaschen.
Der Name erinnert an Nicolas Denys, geboren 1598, der 1632 nach Neufrankreich ging und von der Mi'kmaq-Nation „Grande Barbe“ genannt wurde. Die Familie stammt von dessen Bruder ab und kehrte um 1900 durch Heirat in die Touraine zurück.
Nicht zu verwechseln
In Savennières an der Loire gibt es den Clos de Coulaine, eine Lage, die seit 1992 von der Familie Papin bewirtschaftet wird. Erschwerend kommt hinzu, dass Château de Coulaine in Chinon selbst eine Lage namens Clos de Coulaine besitzt — Grundlage der Cuvée Sinople. Zwei verschiedene Betriebe in zwei verschiedenen Appellationen.
Angaben zu Geschichte, Lagen, Böden und Arbeitsweise nach der Website des Guts (chateaudecoulaine.fr), ergänzt um eine geologische Kartierung der Parzellen sowie das Register der Agence Bio und das Zertifikatsregister von Ecocert. Das Gut selbst nennt keine Rebfläche; Drittangaben schwanken erheblich. Die im Handel verbreitete Behauptung, hier werde seit 1300 durchgehend Wein erzeugt, ist von den eigenen Angaben nicht gedeckt.









