Clos Troteligotte

Cahors · Frankreich · 9 Weine

2004 kam Emmanuel Rybinski auf den Betrieb, den sein Vater Christian aufgebaut hatte — und tat im selben Jahr zwei Dinge, die man in Cahors nicht erwartet. Er pflanzte weiße Rebsorten, obwohl die Appellation ausschließlich rot ist und Weiß dort niemals eine Herkunftsbezeichnung bekommen kann. Und er begann, den Clos nach dem Eisengehalt des Bodens in Mikroparzellen zu zerlegen.

2004 gab es zwei Cuvées. Ein Jahr später waren es fünf allein in der Appellation.

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9 Produkte

Clos Troteligotte K-bo VdF 2024
Clos Troteligotte Waz-K Pétillant Naturel Rosé VdF 2023 BIO
Weinflasche Clos Troteligotte K-barré Rosé VdF BIO, Roséwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-libre Chenin VdF BIO, Weißwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-or AOC, Sans Sulfite Ajouté BIO, Rotwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-lys AOC, Sans Sulfite Ajouté BIO, Rotwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-nom AOC BIO, Rotwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-2 AOC, Sans Sulfite Ajouté BIO, Rotwein aus Cahors
Weinflasche Clos Troteligotte K-nom AOC, Rotwein aus Cahors
Ausverkauft

Das Sortiment

Der Einstieg

4 Weine · €12,90 bis €15,90

Die Mitte

3 Weine · €16,90 bis €18,90

Die Spitze

2 Weine · €20,90 bis €32,90

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Oben, nicht unten

Cahors verbindet man mit den Terrassen des Lot. Dieser Betrieb liegt woanders: auf dem Kalkplateau, auf dreihundertfünfzig Metern, in der Gemeinde Villesèque. Das eigene Datenblatt führt als Terroir schlicht „Plateau“.

Der Clos sitzt dabei genau auf der Grenze zwischen der AOC Cahors und dem Quercy Blanc — und der Betrieb nutzt beide Seiten gezielt: Rot im Clos innerhalb der Appellation, Weiß auf den Satellitenparzellen außerhalb.

Drei Kalk-Ton-Formationen

Der Betrieb unterscheidet sie nach Alter. Kimmeridgisch: marine Sedimente aus dem Jura, rund hundertfünfzig Millionen Jahre alt, in Frankreich selten und mit dem Chablis verwandt. Siderolithisch: eisenreiche Böden aus dem Tertiär mit sogenannten ferruginösen Konkretionen — nach Angabe des Guts höchstens sieben Prozent der Fläche der ganzen Appellation. Stampisch: weiße bis graue Seekalk-Mergel im Quercy Blanc, dort stehen die weißen Sorten.

Die eisenhaltigen Konkretionen sind nicht bloß Beschreibung, sondern Arbeitsgrundlage: Sie dienen als Kriterium, um Parzellen abzugrenzen. Jede so abgegrenzte Parzelle ergibt eine eigene Cuvée. Daher die für einen Betrieb dieser Größe ungewöhnlich hohe Zahl an Weinen.

Alle Weine tragen ein K

K-Nom, K-Or, K-Lys, K-2, K-Pot', K-Bo, K-Do, K-Libre, K-Tannat, K-Barre, K-Briole, Délit-K, Waz-K. Der Betrieb hat daraus ein eigenes Alphabet gemacht, das an Elementsymbole erinnert — passend zu einem Gut, das seine Parzellen nach einem chemischen Element sortiert.

Viertausend Bäume in die Reben

Seit 2021 betreibt das Gut Agroforstwirtschaft, und zwar in ungewöhnlichem Umfang: rund viertausend Bäume, Sträucher und Aromapflanzen wurden binnen drei Jahren über die sechzehn Hektar Rebfläche verteilt — als Hecken entlang und zwischen den Parzellen, auf einem ganzen Hektar als Pergola, in der Rebe und Baum gemeinsam aufwachsen sollen.

Gepflanzt wurden unter anderem Elsbeere, Speierling, Ahorn, Weißdorn, Hainbuche, Haselnuss, Pistazie, Birne, Feige und Apfel. Die sechzehn Hektar Reben liegen ohnehin eingebettet in ein Areal von fünfunddreißig Hektar, von dem fünfzehn Hektar Wald und Wiese bleiben.

Seit 2025 mit Tieren

Die gesamte Rebfläche wurde eingezäunt — zunächst gegen Wildschaden durch Rehe, Wildschweine und Hirsche, zugleich aber, um Tiere dauerhaft in den Parzellen halten zu können: neuseeländische Kleinschweine, Hühner, Schafe und Rinder. Erklärtes Ziel ist ein geschlossener Hoforganismus.

Zertifizierung

Im amtlichen Register ist der Betrieb seit Februar 2011 bei Ecocert eingetragen; das Gut nennt 2014 als Jahr der Zertifizierung — das entspricht der üblichen dreijährigen Umstellungsfrist. Seit 2021 ist es Mitglied im Biodynamik-Verband Biodyvin.

Zum Schwefel formuliert der Betrieb an einer Stelle pauschal „ohne Sulfit“, an anderer genauer: reduzierte Dosen, in manchen Jahrgängen gar keine. Ausdrücklich ohne Schwefel geführt wird nur eine Cuvée, der K-Pot'.

Angaben zu Geschichte, Böden, Parzellen und Arbeitsweise nach der Website des Guts (clostroteligotte.com) und seinen technischen Datenblättern, ergänzt um ein Interview auf dem Portal der Interprofession Cahors, das Register der Agence Bio und das Mitgliederverzeichnis von Biodyvin. Zur Rebfläche kursieren vier verschiedene Zahlen; hier stehen die aktuellen Eigenangaben. Die vom Gut genannte biodynamische Zertifizierung von 2017 nennt keine Stelle und war in keinem Register nachprüfbar.