Closerie Saint Roc

Bordeaux · Frankreich · 5 Weine

2013 kaufte Pascal Amoreau die Parzellen der Closerie zurück — Land, das ein Vorfahre um 1900 verkauft hatte und das seither außerhalb der Familie lag.

Er benannte das Gut in Closerie Saint Roc um, nach dem Flurnamen Roc de la Closerie.

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5 Produkte

Weinflasche Closerie Saint Roc Les Pins BIO, Rotwein aus Bordeaux
Weinflasche Closerie Saint Roc BIO, Rotwein aus Bordeaux
Weinflasche Closerie Saint Roc BIO, Rotwein aus Bordeaux
Weinflasche Closerie Saint Roc Les Sureaux BIO, Rotwein aus Bordeaux
Weinflasche Closerie Saint Roc Les Noyers BIO, Rotwein aus Bordeaux

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Wo es liegt

In Puisseguin im Libournais, dem Umfeld von Saint-Émilion, auf rund neunzig Metern. Etwa einen Kilometer entfernt liegt das Stammgut der Familie.

Wenig Erde über dem Fels

Der Untergrund ist Kalk — genauer der Sternkalk des Bordelais. Darüber liegt lehmig-schluffiger Boden, stellenweise sehr flach: In zwei der drei Einzellagen steht der Kalkfels schon bei fünfzig bis achtzig Zentimetern an.

Das Gut veröffentlicht die Bodenanalysen parzellenweise, mit Ton-, Schluff- und Sandanteilen und der Tiefe bis zum Fels. Das findet man selten.

Drei Parzellen, drei Weine

Neben dem Gutswein aus allen sechzehn Hektar gibt es drei Einzellagenweine: Les Pins mit gut einem Hektar reinem Merlot, Les Noyers mit knapp drei Hektar überwiegend Cabernet Franc, Les Sureaux mit gut zwei Hektar Merlot.

Der Gutswein reift vierundzwanzig Monate in gebrauchten großen Holzfässern, die Parzellenweine achtzehn Monate in gebrauchten Barriques.

Nicht gepflügt

Die Böden werden nach eigener Darstellung nur oberflächlich bearbeitet, ausdrücklich ohne Pflug. Behandelt wird mit Auszügen heimischer Pflanzen — Schachtelhalm und Brennnessel. Keine Grünlese, keine Entblätterung, keine Düngung.

Gärung durch Aufguss

So nennt es das Gut selbst: Die entrappten Trauben vergären im Tank mit den eigenen Hefen, ohne Schwefelzugabe und ohne synthetische Mittel. Geschönt und filtriert wird nicht.

Demeter — aber auf anderem Namen

Die Zertifizierung ist belegt: Das französische Demeter-Verzeichnis führt die Closerie-Weine ausdrücklich als zertifizierte Erzeugnisse. Eingetragen ist allerdings die Gesellschaft des Stammguts, nicht die Closerie selbst — einen eigenen Rechtsträger dieses Namens gibt es nicht.

Die Bio-Erstverpflichtung dieser Gesellschaft datiert auf 1995.

Nicht zu verwechseln

Die Schreibweise ist ohne h: Saint Roc, nicht Saint-Roch. Betriebe mit dem Heiligennamen gibt es mehrere, im Roussillon und im Süden.

„Closerie“ ist außerdem in der Gironde mehrfach vergeben, und in der Champagne führt ein ganz anderer Erzeuger ein Gut namens La Closerie. Und die Weine des Stammguts der Familie — Émilien, Barthélemy und die übrigen — gehören nicht hierher.

Angaben zu Geschichte, Flächen, Parzellen, Böden und Arbeitsweise nach der Website des Guts und ihren Parzellendatenblättern, ergänzt um das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio, das Mitgliederverzeichnis von Demeter Frankreich und das amtliche Verzeichnis der Betriebe mit hoher Umweltzertifizierung. Ein eigener Rechtsträger dieses Namens existiert nicht; unter der Betriebsanschrift ist überhaupt kein Unternehmen eingetragen. Zur Herkunftsbezeichnung ist die Lage unklar: Das Demeter-Verzeichnis führt den Gutswein als einfachen Bordeaux und die drei Parzellenweine als Landwein, während Händler auch den Gutswein als Landwein führen — das gehört vor einer Auszeichnung am Etikett geprüft. Zum Kaufjahr stehen 2013 und Dezember 2016 nebeneinander. Zur Arbeitsweise widersprechen sich eigene Website und Händler bei der Frage, ob mit Pferden gearbeitet wird. Eine hohe Umweltzertifizierung ist im amtlichen Verzeichnis nicht auffindbar, obwohl es über zwanzig andere Betriebe derselben Gemeinde führt.