d'Ouréa

Rhone (Süd) · Frankreich · 8 Weine

Am 20. März 2009 meldete Adrien Roustan seinen Weinberg zur Bio-Umstellung an. Zwölf Tage später wurde der Betrieb selbst ins Handelsregister eingetragen.

Diese Reihenfolge ist die eigentliche Aussage: Die Umstellung stand vor der Firma, nicht umgekehrt. Übernommen hatte er einen Teil des Betriebs seines Großvaters Raymond Bertrand; danach kaufte er Parzellen in Vacqueyras und Gigondas hinzu.

Mehr über das Weingut

8 Produkte

Weinflasche d'Ouréa BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Vacqueyras blanc AOC BIO, Weißwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Gigondas AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Tire-Bouchon VdF BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Vacqueyras rouge „Les Vignes du Parc“ AOC, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Vacqueyras rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche d'Ouréa Vacqueyras rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
d'Ouréa Vacqueyras rouge AOC 2021 BIO Rücketikett
Weinflasche d'Ouréa Vacqueyras blanc AOC BIO, Weißwein von der südlichen Rhône
d'Ouréa Vacqueyras blanc AOC 2023 BIO Rücketikett

Mehr über d'Ouréa

Vierhundert Höhenmeter Unterschied

Das ist der Kern dieses Betriebs — und sein Name. Die Appellation Vacqueyras liegt nach Angabe des INAO überwiegend auf Terrassen zwischen sechzig und hundertsechzig Metern. Die namensgebende Parzelle im Flurstück Grand Montmirail liegt am Südhang der Dentelles de Montmirail auf fünfhundertzwanzig Metern, umgeben von Steineichen und Kalkfels.

Das Gut bewirtschaftet damit beide Extreme desselben Massivs.

Woher der Name kommt

Aus der griechischen Mythologie: Die Ourea sind bei Hesiod Berggottheiten, die Gaia hervorbringt — und zwar als Mehrzahl, nicht als einzelner Gott. Der Betrieb selbst verkürzt das gelegentlich zur Einzahl.

Beton, kein Holz

Ausgebaut wird praktisch das gesamte Sortiment in Betonbehältern. Der Betrieb begründet das mit der Neutralität des Materials und damit, dass die Weine ungefiltert bleiben sollen. Vinifiziert wird ohne önologische Zusatzprodukte.

Die einzige Ausnahme ist der weiße Gigondas: ein maischevergorener Wein, der in der Tonamphore reift.

Vier Jahre zu früh gepflanzt

2019 legte Roustan auf fünfhundertzwanzig Metern eine Clairette-Parzelle an. Weißwein war in der Appellation Gigondas zu diesem Zeitpunkt gar nicht zugelassen — das änderte sich erst 2023, als das Lastenheft für Weiße geöffnet wurde, mit mindestens siebzig Prozent Clairette.

Der Betrieb gehört damit zu den ersten Erzeugern von weißem Gigondas.

Ein Côtes du Rhône, der eine Abstufung ist

Kein Villages, sondern die Basis-Appellation — und zwar aus einem konkreten Grund: Es sind die jungen Reben unter fünfzehn Jahren, die innerhalb der Vacqueyras-Lage stehen und bewusst abgestuft werden.

Sorten, die aus den Lastenheften verschwunden sind

Die Cuvée Tire Bouchon lebt von Aramon, Œillade und Counoise — gepflanzt vom Großvater. Diese Sorten sind aus den Regeln der Crus weitgehend verschwunden, weshalb der Wein nicht als Cru laufen kann und als Landwein geführt wird.

Von Hand, auf allen Parzellen

Rebschnitt, Heften, Pflanzung, Pflügen und die gesamte Lese laufen von Hand, erledigt von einem kleinen festen Team und Saisonkräften. Auf den Terrassen der Gegend ist Mechanisierung die Regel.

Zwei Register

Bio über Ecocert France, im Register der Agence Bio seit März 2009 geführt, zertifiziert nach eigener Angabe seit 2012. Dazu die Mitgliedschaft im Verband Biodyvin — im Rhônetal eine kleine Gruppe. Die Entscheidung zur biodynamischen Umstellung fiel 2020.

Nicht zu verwechseln

Der Rechtsträger heißt nicht Ouréa, sondern EARL Adrien Roustan — eine Registersuche nach dem Weinnamen findet nichts. Und der Familienname führt in die Irre: Château Roustan in den Costières-de-Nîmes und die Domaine Roustan in der Provence sind fremde Betriebe.

Eine Unterscheidung noch: Im Sortiment steht der Muscat de Beaumes-de-Venise, ein Vin doux naturel. Den trockenen Rotwein-Cru gleichen Namens erzeugt das Gut nicht.

Angaben zu Lagen, Böden, Sorten und Kellerarbeit nach der Website des Guts und seinen technischen Datenblättern, belegt über das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio, die Mitgliederliste von Biodyvin sowie die Syndicats von Gigondas und Vacqueyras. Die französische und die englische Fassung der eigenen Website nennen unterschiedliche Stände zu Rebfläche, Parzellenzahl und Rebsorten; eine Produktionsmenge ist nirgends belegt.