Mehr über De Chanceny
Wer hier tatsächlich arbeitet
Rund hundertdreißig bis hundertfünfzig Mitgliedsbetriebe, je nach Quelle, mit zusammen etwa siebzehn- bis achtzehnhundert Hektar. Die Genossenschaft verarbeitet im Schnitt rund fünfundneunzigtausend Hektoliter im Jahr; etwa die Hälfte davon ist Schaumwein.
Die Vermarkterin selbst ist im Register als Getränkegroßhandel geführt und keltert nicht.
Zehn Kilometer Stollen
Unter Saint-Cyr-en-Bourg liegt ein Netz von Gängen, in den Tuffeau getrieben — den weichen weißen Kalkstein des Saumurois. Dort reifen die Flaschen auf der Hefe.
Der Tuffeau ist auch der Boden: Er speichert Wasser und gibt es wieder ab.
Wie lange die Flaschen liegen
Das unterscheidet die Cuvées deutlicher als alles andere. Achtzehn Monate beim Brut und beim Rosé, vierundzwanzig beim Vouvray ohne zugesetzten Schwefel, achtundvierzig bei der Excellence — und sechzig Monate beim Brut Nature auf Basis 2015.
Chenin und Cabernet Franc
Der Brut steht auf Chenin Blanc mit Chardonnay und Cabernet Franc, der Rosé fast ganz auf Cabernet Franc mit etwas Grolleau. Der Vouvray ist reinsortiger Chenin Blanc.
Die Trauben für die Crémants kommen nach Erzeugerangabe aus der Umgebung von Montreuil-Bellay und Brossay im südlichen Saumurois.
Zwei Herkunftsbezeichnungen
Und das ist wichtig für die Zuordnung: Crémant de Loire und Vouvray sind zwei verschiedene Appellationen. Die Marke führt beide.
Nicht zu verwechseln
„De Chanceny“ klingt nach einem Schlossgut oder einer Winzerfamilie. Es gibt weder ein Château noch eine Domaine dieses Namens, keine Adresse und keine eigene Rebfläche.
In Bewertungs- und Händlerdatenbanken erscheint derselbe Wein außerdem unter drei verschiedenen „Erzeugern“ — dem Markennamen, der Vertriebsgesellschaft und der Genossenschaft. Alle drei meinen dieselbe Struktur.
Innerhalb der Marke sind zudem „Brut“ und „Brut Excellence“ zwei verschiedene Cuvées mit anderer Rebsortenverteilung, anderer Dosage und anderer Reifezeit. Sie werden im Handel regelmäßig vermischt.
Angaben zu Struktur, Rechtsträgern und Gründungsdaten nach dem französischen Unternehmensregister, zu Rebsorten, Reifezeiten und Dosage nach den Produktdatenblättern der Vermarkterin, zu Größe und Geschichte nach Fachpresse. Eine eigene Rebfläche der Marke gibt es nicht; die Zahlen zu Mitgliedern und Hektar stammen aus Fachpresse und gehen je nach Erhebungsjahr auseinander. Zur Bio-Zertifizierung: Beide Rechtsträger stehen im französischen Bio-Register, allerdings betriebsbezogen — für die hier geführten Erzeugnisse weisen die Datenblätter keine Bio-Auslobung aus, und die Marke führt dafür eine gesonderte Linie. Eine hohe Umweltzertifizierung ist im amtlichen Verzeichnis nicht auffindbar, obwohl es die betroffenen Gemeinden erfasst.


