6 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
5 Weine · €20,90
Mehr über Haardt Hills
Was hier tatsächlich passiert
Fertige Weine werden gekauft und ihnen anschließend der Alkohol entzogen. Der Betrieb nennt dafür ein Membranverfahren und grenzt es ausdrücklich von Verfahren ab, die mit Hitze arbeiten.
Abgefüllt wird unter eigener Marke. Ein alkoholisches Sortiment gibt es nicht.
Warum hier nirgends „Pfalz“ steht
Das ist keine Nachlässigkeit, sondern Vorschrift. Entalkoholisierte Erzeugnisse dürfen keine Herkunftsbezeichnung tragen — weder ein Anbaugebiet noch eine Lage, und auch keine Qualitätsstufe. Die zulässige Verkehrsbezeichnung lautet schlicht „Deutscher Entalkoholisierter Wein“.
Der Gründer formuliert es selbst so: Man dürfe die Weine regulatorisch nicht mit Bezeichnungen wie Pfalz oder Mittelhaardt kennzeichnen. Viele Händler tun es trotzdem.
Wie wenig Alkohol übrig bleibt
Auf dem Etikett steht 0,29 Prozent. Der Betrieb nennt für seine Analysen eine Spanne von 0,15 bis 0,4 Prozent. Die Grenze für die Bezeichnung liegt bei einem halben Prozent.
„Alkoholfrei“ darf dabei übrigens nur zusätzlich stehen, nie anstelle der eigentlichen Verkehrsbezeichnung.
Vier Erzeugnisse
Riesling, Chardonnay und ein Rosé aus Portugieser, Spätburgunder und St. Laurent. Seit dem Jahrgang 2025 kommt ein Schäumer auf Basis desselben Rosé-Grundweins dazu, versetzt mit Kohlensäure.
Was sich 2025 geändert hat
Zweierlei. Im Juni 2025 wurde die Gesellschaft eingetragen. Und ab diesem Jahrgang stammt der Riesling nach eigener Angabe erstmals ausschließlich aus zertifiziert ökologischem Weinbau und vollständig aus Handlese. Für den Jahrgang davor gilt beides nicht.
Zur Bio-Frage
Hier ist Vorsicht geboten. Die Aussage bezieht sich auf die Lieferbetriebe und auf den Weinbau, nicht auf das fertige Erzeugnis. Für entalkoholisierten Bio-Wein ist seit März 2025 unionsrechtlich allein die Vakuumdestillation zugelassen — der Betrieb nennt aber ein Membranverfahren.
Eine eigene Öko-Kontrollnummer ist nirgends auffindbar, und die Produktseiten führen kein Bio-Logo.
Nicht zu verwechseln
Der Ortsteil Haardt ist nicht der Sitz dieses Betriebs — der liegt im Nachbarort Gimmeldingen. Mit den Weingütern in Haardt hat er nichts zu tun.
Und, weil es im Handel dauernd passiert: Haardt Hills gehört nicht in eine Winzer- oder Weingutsrubrik. Es ist eine Marke, kein Erzeugerbetrieb im weinbaulichen Sinn.
Angaben zu Gesellschaft, Sortiment, Verfahren und Etikettentext nach der Website des Betriebs, seinem Impressum und seinen Produktseiten, ergänzt um Registerauszüge und die amtlichen Darstellungen des Rechtsrahmens. Drei Punkte sind ausdrücklich offen: wo entalkoholisiert wird, welche Betriebe die Grundweine liefern, und ob eine eigene Öko-Kontrollstelle besteht. Zu beachten bei der Datenpflege: Die Produktseiten des Herstellers sind widersprüchlich — sie sind mit dem Jahrgang 2025 überschrieben, führen im Pflichtangabenblock darunter aber bei allen Erzeugnissen unverändert 2024, dieselbe Losnummer und dasselbe Mindesthaltbarkeitsdatum. Jahrgang und Los gehören an der Flasche geprüft. Der Firmensitz ist zugleich die Anschrift eines bekannten Pfälzer Weinguts; im Register ist eine zweite Gesellschafterin geführt, deren Name allerdings nur aus einem einzelnen Registerspiegel stammt und deshalb hier nicht genannt wird.









