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Meunier-Land
Das sagt der Betrieb selbst so: Mikroklima und Ton-Kalk-Böden machten diese Gemeinde zu Meunier-Land. Entsprechend ist die Mehrheit der Reben rot und überwiegend Meunier; ein Viertel der Parzellen steht auf Chardonnay, der Rest auf Pinot Noir.
Unter den Böden liegen über zweihundert Meter Kreide.
Am kalten Rand
Auch das steht auf der eigenen Seite, ungeschönt: Man sitze im Norden der Appellation, das Klima sei kalt und regnerisch, und jeder Frost könne die Ernte vernichten.
Sechzig Ar im Schnitt
So groß ist eine Parzelle hier durchschnittlich, verteilt über verschiedene Stellen des Hangs. Der Betrieb nennt keine Gesamtfläche.
Pheromone statt Insektizid
Herbizide und Insektizide werden nicht mehr eingesetzt. An deren Stelle treten Verwirrungstechnik gegen die Traubenwickler und Bodenbearbeitung statt Spritzung, dazu Versuche mit Begrünung und lebendigen Böden.
Im Keller
Temperaturgeregelter Edelstahl und Holzfässer, erste Gärung mit den Hefen des Weinbergs, meist mit biologischem Säureabbau. Filtriert und kältebehandelt wird nach eigener Angabe nicht systematisch.
Die beiden dokumentierten Cuvées liegen bei dreieinhalb Gramm Dosage. Eine davon ist reiner Meunier, halb im Fass und halb im Stahl vergoren, ungeschönt und ungefiltert — von ihr gab es tausend Flaschen.
Was eine Galipe ist
Ein champenoisisches Wort für den Weinberg. Es steckt im Namen einer der Cuvées.
Nicht zu verwechseln
Hier lohnt der Hinweis für die Stammdaten: Es gibt zwei aktive Registereinträge für diesen einen Betrieb — ein Einzelunternehmen von 2011 und eine Gesellschaft von 2021, dazu vier verschiedene registrierte Anschriften. Die Bio-Zertifizierung hängt seit 2022 ausschließlich an der Gesellschaft.
Ein früher ebenfalls auf denselben Namen laufender Getränkehandel wurde 2024 geschlossen — kein fremder Betrieb, dieselbe Person. Echte Namensvettern gibt es nur außerhalb der Champagne.
Angaben zu Lagen, Böden, Sorten, Arbeitsweise und Cuvées nach der Website des Guts und ihren Datenblättern, ergänzt um das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio und das Ecocert-Zertifikat. Zwei Hinweise: Der Betrieb nennt auf seiner Seite nirgends Biodynamik — er schreibt von ökologischer Umstellung und macht mit einem Wortspiel darauf an; die im Handel verbreitete Zuschreibung ist durch kein Register gedeckt, ebenso wenig eine hohe Umweltzertifizierung, Demeter oder Biodyvin, jeweils mit bestandenem Kontrolltest. Und die eigene Website ist nicht auf Stand: Ihre Datenblätter beziehen sich auf Basisjahrgänge von 2016 und 2017 und sprechen noch von laufender Umstellung. Rebfläche und Jahresmenge sind nicht amtlich belegt; die Erzeugerkategorie ließ sich nicht klären. Auf der eigenen Seite sind nur zwei Cuvées dokumentiert.






