Királyudvar

Tokaj · Ungarn · 10 Weine

1997 kaufte Anthony E. Hwang ein Kelterhaus aus dem späten 16. Jahrhundert in Tarcal. Es war nach dem Ersten Weltkrieg an das Tokajer Forschungsinstitut für Weinbau gefallen und lag seither dort. Gemeinsam mit dem Tokajer Winzer István Szepsy machte er daraus wieder ein Weingut — mit zehn Hektar Reben zum Start.

Der erste verkaufte Wein war ein Aszú des Jahrgangs 1998, erzeugt von Szepsy.

Mehr über das Weingut

10 Produkte

Weinflasche Királyudvar Tokaji Furmint Demi-Sec, Weißwein aus Tokaj
Weinflasche Királyudvar Tokaji Esszencia, Weißwein aus Tokaj
Weinflasche Királyudvar Tokaji 6 Puttonyos Aszú Lapis, Weißwein aus Tokaj
Weinflasche Királyudvar Late Harvest Furmint Teraszok, Weißwein aus Tokaj
Weinflasche Királyudvar Tokaji Esszencia, Weißwein aus Tokaj
Weinflasche Királyudvar Tokaji 6 Puttonyos Aszú, Weißwein aus Tokaj
Ausverkauft
Weinflasche Királyudvar Tokaji Furmint Demi-Sec, Weißwein aus Tokaj
Ausverkauft Weißwein
Weinflasche Királyudvar Tokaji Furmint Sec, Weißwein aus Tokaj
Ausverkauft
Weinflasche Királyudvar Tokaji Cuvée Patricia, Weißwein aus Tokaj
Ausverkauft
Weinflasche Királyudvar Tokaji Cuvée Ilona, Weißwein aus Tokaj
Ausverkauft

Das Sortiment

Der Einstieg

4 Weine · €25,90 bis €42,90

Die Mitte

3 Weine · €66,90 bis €92,90

Die Spitze

3 Weine · €162,90 bis €583,90

Mehr über Királyudvar

Königshof

Das bedeutet der Name. Nach dem Ende des Rákóczi-Freiheitskampfes 1711 fiel das Anwesen an die ungarische Königsfamilie zurück und blieb dort über zwei Jahrhunderte. 1999 wurde das Kelterhaus restauriert: eine Vierflügelanlage um einen Innenhof, darunter ein in den Fels getriebener Keller.

Zwei Länder, ein Eigentümer

2003 erwarben Hwang und Szepsy gemeinsam den Großteil der Domaine Huet in Vouvray an der Loire. Diese Verbindung ist keine bloße Anekdote: Die Presstechnik im Keller wurde von Huet übernommen, und im Betriebsprofil des Guts steht die Domaine Huet ausdrücklich als beratende Kellerei in der Leitungsliste.

Trockener Furmint, in einem Süßweingebiet

2005 entstand der erste Jahrgang des trockenen Furmint. Tokaj steht international für Süßwein — die Einführung dieses Weins nennt der Betrieb selbst als Wendepunkt, gleichrangig mit dem Einzellagen-Aszú aus Lapis, der 2003 freigegeben wurde und den ersten Durchbruch brachte.

2007 kam ein flaschenvergorener Tokaji Pezsgő aus der Lage Henye dazu.

Sechs Lagen auf Vulkangestein

Der Vulkanismus im Zemplén-Gebirge liegt rund zehn bis zwölf Millionen Jahre zurück. Die Hauptlagen sind Lapis und Henye bei Bodrogkeresztúr sowie Becsek, Nyúlászó, Percze und Danczka bei Mád.

In Lapis besteht der Boden zu sechzig bis achtzig Prozent aus Nyirok, einem grauen Ton aus Vulkanasche, gemischt mit Dazit, Perlit und Tuff. Henye trägt an der Oberfläche hellen kalkhaltigen Löss, darunter Ton, in der Tiefe vulkanischen Tuff. Percze zu drei Vierteln roten Nyirok mit Rhyolith-Tuff.

Nach Angabe des Betriebs waren fast alle seine Lagen schon in den Tokajer Klassifikationen von 1772 und 1865 als erstklassig eingestuft.

Ein Gut, das kleiner geworden ist

Das ist ungewöhnlich genug, um es zu erwähnen: Die Rebfläche wuchs nicht, sie schrumpfte. 2003 nannte der Betrieb über hundertsechs Hektar, 2008 fünfundsiebzig, und seit dem Betriebsprofil von 2014 sind es fünfundvierzig — dieselbe Zahl, die auch die Stadt Tokaj 2023 führt.

Im Weinberg und im Keller

Kein Dünger, keine systemischen Pflanzenschutzmittel; ab dem Jahrgang 2008 wird biodynamisch gearbeitet, das Wissen dafür kam über die Domaine Huet ins Haus. Der Betrieb dokumentiert selbst Behandlungspläne und Präparateeinsatz.

Vinifiziert wird parzellenweise, ausschließlich mit lokalen Wildhefen und spontan. Ausgebaut wird in 500-Liter-Fässern aus ungarischer Eiche, auch die trockenen Weine; ein biologischer Säureabbau findet nicht statt.

Eine Zertifizierung ist in keinem öffentlichen Register nachweisbar — weder bei Demeter noch bei der ungarischen Kontrollstelle. Deshalb steht hier keine.

Einzellagen im ganzen Sortiment

Die Zuordnung zieht sich durch: der halbtrockene Furmint aus Becsek, der Pezsgő aus Henye, die Cuvée Patrícia aus Sárgamuskotály aus Danczka, der Spitzen-Aszú aus Lapis. Dazu die Esszencia, die nur aus dem Vorlaufmost edelfauler Aszú-Beeren entsteht und im Glasballon reift.

Nicht zu verwechseln

István Szepsy führt seit 1989 sein eigenes Weingut in Mád; dessen Weine sind nicht Királyudvar, auch wenn er die ersten Jahrgänge hier gemacht hat. Er schied in den frühen 2000er-Jahren aus. Und der Kellermeister der Jahre 1999 bis 2007 hieß mit Nachnamen Demeter — das ist ein Personenname, kein Zertifikat.

Angaben zu Geschichte, Lagen, Böden und Arbeitsweise nach archivierten Fassungen der Website des Guts und seinem eigenen Betriebsprofil; die Live-Seite besteht derzeit nur noch aus einer Bildcollage. Ergänzt um den Eintrag der Stadt Tokaj von 2023 und ungarische Fachquellen. Zu Rebfläche und Produktionsmenge nennen die Quellen stark abweichende Werte; das Austrittsjahr von István Szepsy ist in keiner Primärquelle belegt.