7 Produkte
Das Sortiment
Die Mitte
3 Weine · €29,90 bis €40,90
- Los Magines 2019 €29,90
- Txabola Mazuela 2020 €40,90
- Txabola Graciano 2022 €40,90
Mehr über Maisulan
Kein Crianza, kein Reserva
Das ist der auffälligste Bruch mit der Rioja-Logik. Auf keinem einzigen aktuellen Datenblatt steht eine Alterskategorie. Wo sonst die Fasshierarchie das Etikett bestimmt, steht hier der Name der Parzelle.
Zwei Weine tragen schlicht die Zahlen 6 und 12 — das sind die Monate im Fass, keine amtliche Stufe.
Vier Gemeindegebiete
Die Weinberge liegen verstreut über Elvillar, Viñaspre, Moreda und Yécora — abseits der bekannten Namen der Gegend. Die Parzellen heißen Majadonda, Sobremoro, Valdemarra, La Planilla, Los Lagos, Karrakripan, Las Tablas del Pisón und weitere; sie liegen zwischen vierhundertfünfzig und sechshundert Metern.
Die älteste steht seit 1980, im Schnitt sind die Reben um die fünfundvierzig Jahre alt.
Böden, die kaum Krume haben
Lehmig-kalkig, mehrfach als extrem arm beschrieben. In den Kopflagen reicht die Krume nur bis zum anstehenden Muttergestein, das an einer Stelle sogar an die Oberfläche tritt. Nach unten hin wird es schluffiger.
Ein japanischer Bezugspunkt
Der Betrieb beruft sich ausdrücklich auf die Anbauprinzipien des japanischen Landwirts Masanobu Fukuoka — in der Rioja eine seltene Referenz. Sie steht sowohl auf der Website als auch auf mehreren Datenblättern.
Gearbeitet wird ohne chemische Mittel, mit Pflanzenauszügen und, wie es der Betrieb nennt, biodynamischen Praktiken. Ein Siegel dafür gibt es nicht; es ist eine Arbeitsweise, keine Zertifizierung.
Oliven zwischen den Reben
Teils sehr alte Bäume, die auf der Website als Teil der Landschaft benannt werden, nicht als Nebenkultur.
Zement, Holztina, ganze Rappen
Vergoren wird mit der betriebseigenen Hefe — im Zementtank, im Edelstahl oder in der Holztina, mit zwei sanften Überschwallungen am Tag. Ein Wein wird mit ganzen Rappen vergoren. Erzogen wird überwiegend im Buschschnitt.
Kein Schild am Weg
Nach einem Besuchsbericht trägt das Weingut kein Hinweisschild und war zum Zeitpunkt des Besuchs nicht einmal in den Kartendiensten eingetragen.
Das Radkreuz
Das Firmensignet ist ein Lauburu, das baskische Radkreuz — passend zum baskischen Namen und zur Lage in Álava.
Nicht zu verwechseln
Das ist hier heikel. Im selben Verzeichnis stehen zwei weitere Betriebe, die den Familiennamen des Gründers tragen, ohne mit ihm zu tun zu haben. „Viñaspre“ ist zugleich Ortsname, Familienname und Firmenname eines dritten Betriebs. Und „Los Lagos“ ist hier nur ein Parzellenname, anderswo ein eigenes Weingut.
Außerdem ordnen einzelne Händlerseiten den Betrieb fälschlich Argentinien zu.
Angaben zu Parzellen, Böden, Sorten und Arbeitsweise nach der Website des Guts und ihren neun Weindatenblättern, ergänzt um das Handelsregister von Álava und die Verzeichnisse des Herkunftsrats. Der Betrieb ist dort für die Kategorie Vino de Zona gelistet; einen amtlich anerkannten Einzellagenstatus hat er nach Prüfung aller drei amtlichen Listen nicht — die Parzellenweine sind betriebseigene Bezeichnungen. Die Rebfläche von zwanzig Hektar stammt aus zwei Quellen, nicht vom Betrieb selbst; eine Produktionsmenge ist nirgends belegt. Der Bio-Kontrollcode steht auf allen Datenblättern, das zugehörige Register war während der Recherche nicht erreichbar.








