9 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
5 Weine · €15,90 bis €16,90
- Chardonnay IGP 2025 €15,90
- Cortado IGP 2024 €16,90
- Chenin IGP 2024 €16,90
Die Spitze
2 Weine · €19,90 bis €22,90
- Orange VdF 2025 €19,90
- Col de Segas, Vieille Vigne IGP 2022 €22,90
Mehr über Majas
Wo das liegt
In Caudiès-de-Fenouillèdes im Fenouillèdes, einer Senke zwischen Corbières und Pyrenäen im Nordwesten der Pyrénées-Orientales — also im Roussillon. Die Gemeinde reicht von zweihundertneunundsiebzig bis tausend Metern Höhe; das Gut spricht von Gebirgsausläufern. Abgefüllt wird trotzdem unter der katalanisch benannten IGP Côtes Catalanes.
Die Böden sind lehmig-kalkig, teils Schiefer.
Eine Parzelle von 1880
Col de Ségas wurde um 1880 gepflanzt — und zwar so, wie man es vor der Reblaus tat: als gemischter Satz. Neben Carignan und Grenache noir stehen dort fünfzehn weitere Sorten, gemeinsam in derselben Parzelle. Im Roussillon ist das nur noch selten erhalten.
Regen, wo keiner mehr fällt
Das Département stand von Mitte 2021 bis Mitte 2024 unter extremer Trockenheit; reihenweise wurden Rebflächen gerodet. In Caudiès fallen nach Angabe des Winzers noch rund tausend Millimeter im Jahr — früher waren es fünfzehnhundert. Das reicht, um ohne Bewässerung zu arbeiten.
2021 traf der Aprilfrost den Betrieb trotzdem hart: vierzehn Hektoliter Gesamternte.
Dreiviertel Weißwein — im Roussillon
Das ist die auffälligste Verschiebung. Die Region steht für Rotwein und für die süßen Vins doux naturels; hier stellen Weißweinsorten inzwischen rund fünfundsiebzig Prozent der Rebfläche. Dazu kommen Sorten, die dort eigentlich nichts zu suchen haben: Chenin, Sauvignon blanc, Pinot noir.
Und fast alle Weine liegen bei elf bis elfeinhalb Prozent Alkohol, in einer der heißesten Weinbaugegenden Frankreichs.
Im Keller
Weiß und Rosé werden morgens gelesen, entrappt, gepresst und mit den eigenen Hefen vergoren. Die Roten vergären in restaurierten alten Betontanks, ebenfalls ohne Hefezusatz. Ausgebaut wird auf der Feinhefe; bis zur Abfüllung wird nicht geschwefelt, dort minimal, filtriert wird nicht.
Im Weinberg wird jede zweite Gasse bearbeitet, dazwischen steht natürliche Begrünung; behandelt wird mit Kupfer, Schwefel, Brennnessel- und Schachtelhalmjauche. Alle Grünarbeiten laufen von Hand.
Vier bewusste Verzichte
Kein Direktverkauf, keine eigene Gastronomiebelieferung, kein Lebensmitteleinzelhandel, kein Fasswein. Stattdessen gehen fünfundneunzig Prozent in den Export, in achtundzwanzig Länder — seit rund zwanzig Jahren. Dazu kommen etwa fünfzehnhundert Zwanzig-Liter-Gebinde im Jahr für den offenen Ausschank.
Zur Schreibweise
Der Betrieb heißt Domaine de Majas. Die Form „Domaine des Majas“ ist weder im Register noch auf einer eigenen Seite belegt; Händler schreiben zusätzlich oft „Domaine Majas“. Majas ist außerdem ein Flurname innerhalb der Gemeinde.
Nicht zu verwechseln ist das Gut mit der benachbarten Domaine Matassa von Tom Lubbe, die in Texten oft im selben Atemzug genannt wird, aber ein eigener Betrieb ist.
Angaben zu Arbeitsweise, Böden und Cuvées nach der Website des Guts (domainedemajas.com) und ihren Datenblättern, ergänzt um das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio und eine Reportage von Pleinchamp vom 25.06.2026. Die eigene Website nennt weder Rebfläche noch Höhenlage; zum Jahr der Bio-Umstellung und zu den Erträgen weichen die Quellen voneinander ab.









