Olek Bondonio

Piemont · Italien · 8 Weine

2005 füllte Olek Bondonio den ersten eigenen Jahrgang ab. Die Reben standen da schon lange — die Familie besitzt die Cascina Berchialla in Barbaresco seit dem frühen 19. Jahrhundert. Nur Wein hatte hier noch nie jemand gemacht.

Vater und Großvater waren Traubenlieferanten. Ihre Trauben gingen an andere Betriebe des Ortes und an Gaja. Mit 2005 endete das.

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8 Produkte

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Olek Bondonio Barbaresco Roncagliette DOCG 2023
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Rücketikett Olek Bondonio Barbera d'Alba DOC mit Pflichtangaben
Weinflasche Olek Bondonio Barbaresco Starderi DOCG, Rotwein aus dem Piemont
Rücketikett Olek Bondonio Barbaresco Starderi DOCG mit Pflichtangaben
Olek Bondonio Barbaresco Starderi DOCG 2023
Weinflasche Olek Bondonio Barbaresco Roncagliette DOCG, Rotwein aus dem Piemont
Rücketikett Olek Bondonio Barbaresco Roncagliette DOCG mit Pflichtangaben
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Ein Stadtkind

Olek Bondonio wurde in Turin geboren und wuchs dort auf — Sohn eines Turiner Vaters und einer polnischen Mutter; daher der Vorname, die polnische Kurzform von Aleksander. Vor dem Wein fuhr er Skateboard und Snowboard auf Wettkampfniveau.

Nach dem Studium in Turin arbeitete er unter anderem in Südaustralien, in Bordeaux, in Neuseeland und in den USA. 1999 übernahm er die Cascina des Großvaters; sein Vater überschrieb ihm zwei der sechs bestockten Hektar. Im Verzeichnis der Erzeugervereinigung VinNatur beschreibt er sich selbst als Stadtkind von Geburt und Landmensch im Herzen.

Der Keller war ein Kuhstall

2005 wurde der Stall im Erdgeschoss des Bauernhauses zum Keller umgebaut. Die Familie wohnt darüber. Die ursprüngliche Aufteilung der Cascina ist damit unverändert in Gebrauch.

Roncagliette

Der eigene Weinberg liegt unmittelbar vor der Haustür. Die Cascina steht oberhalb der Lage Roncagliette, einer amtlich abgegrenzten Einzellage der Gemeinde Barbaresco; die Parzelle gegenüber dem Hofeingang grenzt an die von Gaja. Aus derselben Lage stammen dessen Sorì Tildin und Costa Russi.

Dazu kommt Starderi, gepachtet in der Nachbargemeinde Neive — die nördlichste Steillage der Appellation. Zwei Barbaresco aus zwei verschiedenen Gemeinden, bei nur wenigen Hektar Gesamtfläche.

Was zwischen den Nebbiolo-Zeilen steht

In der Roncagliette wachsen zwischen den Nebbiolo-Reben zwei Sorten, die dort niemand erwartet: Grignolino, das Bondonio selbst als Familienerbe bezeichnet, und Pelaverga Piccolo, den sein Großvater gepflanzt hat. Der Pelaverga wird reinsortig abgefüllt.

Ansonsten stehen Nebbiolo, Barbera und Dolcetto im Sortiment.

Kupfer, Schwefel, Gras unter der Zeile

So beschreibt es eine Reportage von 2011 — keine Herbizide, keine synthetischen Pflanzenschutzmittel, Begrünung. Im Keller wird spontan vergoren, die Maische steht lange in Beton und Stahl, ausgebaut wird in großen Holzfässern und zeitweise gebrauchten Barriques. Abgefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, geschwefelt wird wenig.

Zertifiziert ist das nicht, und der Betrieb behauptet es auch nicht. Belegt ist die Mitgliedschaft bei VinNatur — eine Erzeugervereinigung, kein Zertifikat.

Ein Vorfahr von 1894

Nach Angabe der Enoteca Regionale del Barbaresco gehörte ein Vorfahr der Familie zu den neun Weinbauern, die 1894 gemeinsam mit Domizio Cavazza die erste Genossenschaftskellerei von Barbaresco gründeten — den Vorläufer der heutigen Produttori del Barbaresco.

Nicht zu verwechseln

Roncagliette und Roncaglie sind zwei verschiedene Lagen derselben Gemeinde; Händler werfen sie regelmäßig zusammen. Aus Starderi füllt auch La Spinetta ab. Und „La Berchialla“ ist der Hofname, nicht der Betriebsname — im Handel taucht beides auf.

Angaben zu Familie, Lagen und Arbeitsweise nach der Enoteca Regionale del Barbaresco, dem Mitgliederverzeichnis von VinNatur und einer Reportage auf Intravino von 2011, ergänzt um Importeursangaben. Der Betrieb unterhält keine eigene Website; eine Quelle erster Hand gibt es deshalb nicht. Zur Rebfläche nennen die Quellen Werte zwischen dreieinhalb und knapp sieben Hektar, je nach Abgrenzung von Eigentum und Pacht.