11 Produkte







Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €55,90 bis €98,90
Die Mitte
3 Weine · €108,90
Mehr über Pertois-Lebrun
Zwei Dörfer, die zusammenkamen
1955 gründeten Paul Pertois, Winzer in Cramant, und Françoise Lebrun, Winzerin in Le Mesnil-sur-Oger, das Haus — indem sie ihre Weinberge in beiden Orten zusammenlegten. Der Doppelname ist also keine Marke, sondern eine Beschreibung des Besitzes. Im selben Jahr pflanzte Paul Pertois eine Parzelle in Chouilly, aus der bis heute eine eigene Cuvée stammt.
Nach dem Rückzug der Gründer führte deren Tochter Odile das Haus weiter. Sie ist die Tante der beiden Brüder. Clément kam 2004 zu ihr zurück nach Champagne — sein erstes Stück Weinberg war Le Fond du Bateau in Chouilly.
Nur eine Rebsorte
Pertois-Lebrun erzeugt ausschließlich Blanc de Blancs aus Chardonnay. Keine zweite Sorte, kein Rosé. Das ist in der Côte des Blancs nicht ungewöhnlich, wird hier aber ohne Ausnahme durchgehalten.
Neun Komma sieben Hektar auf vierundvierzig Parzellen
Die Fläche verteilt sich auf sieben Gemeinden: fünf Grands Crus — Cramant, Chouilly, Oger, Oiry und Le Mesnil-sur-Oger — sowie die Premiers Crus Cuis und Villeneuve. Vierundvierzig Parzellen auf knapp zehn Hektar heißt: im Schnitt gut zwanzig Ar pro Stück. Gepresst und ausgebaut wird, soweit es geht, parzellenweise getrennt.
Fünfhundert Meter Unterschied
Zwei Parzellen des Betriebs liegen im selben Grand Cru Chouilly, gut fünfhundert Meter voneinander entfernt — und werden trotzdem als zwei getrennte Weine abgefüllt. Der Grund liegt unter der Erde: Le Fond du Bateau steht auf Kreide des Senon, Derrière le Mont Aigu auf Kreide des Campan. Zwei verschiedene Abschnitte der Oberkreide.
Le Fond du Bateau ist mit knapp anderthalb Hektar für die Côte des Blancs eine ungewöhnlich große zusammenhängende Parzelle; die Besitzstruktur ist dort sonst stark zersplittert. Sie ist von vier Wegen umschlossen, was einem Betrieb ohne Herbizide einen Abstand zu den Behandlungen der Nachbarn verschafft.
Zehn Jahre bis zum Zertifikat
Der Weg dorthin lief in Etappen. 2013 die erste Parzelle. Im Juli 2020 die Umstellung des gesamten Weinbergs — so steht es im Register der Agence Bio. 2023 dann die Zertifizierung durch Ecocert France, im Zertifikatsregister nachprüfbar.
Auf einer Parzelle wird zusätzlich mit biodynamischen Verfahren gearbeitet, das schreibt der Betrieb auf seinem eigenen Datenblatt. Eine biodynamische Zertifizierung ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Eine Nummer statt eines Jahrgangs
Die Parzellenweine der Linie Les Fidèles tragen keine Jahreszahl auf dem Etikett, sondern eine Nummer, die auf das Erntejahr verweist. Jeder von ihnen kommt aus einer einzigen Grand-Cru-Lage, aus einem Erntejahr, mit mindestens fünf Jahren Hefelager und sehr wenig Dosage.
Daneben steht die Linie Les Classiques. Deren Cuvée L'Ambitieuse besteht zur Hälfte aus Weinen eines Jahrgangs und zur Hälfte aus jener perpetuellen Reserve, die 2013 angelegt wurde — im Jahr, in dem der zweite Bruder einstieg.
Nicht zu verwechseln
In Le Mesnil-sur-Oger sitzt Pertois-Moriset, ein eigenständiges Haus, 1951 von Yves Pertois und Janine Moriset gegründet und deutlich größer. Pertois-Lebrun sitzt in Cramant. Auch die Zertifizierungslage ist eine andere und darf nicht übertragen werden.
Angaben zu Gründung, Flächen, Lagen, Böden und Arbeitsweise nach der Website des Betriebs (champagne-pertoislebrun.com) und seinen technischen Datenblättern, ergänzt um das Register der Agence Bio, das Zertifikatsregister von Ecocert und das Portal der Champagne-Winzer. Angaben zum Zustand des Betriebs vor 2013 stammen aus einem Interview mit Antoine Bouret. Zum Eintritt von Clément nennt die Betriebsseite 2004, das Interview 2003.




