6 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €45,90 bis €72,90
Die Mitte
2 Weine · €85,90 bis €89,90
Mehr über Pierre & Louis Trapet
Kein Ableger, sondern ein Zugang von außen
Das ist der Punkt, den Händlertexte meist unterschlagen. Die Reben kamen über den Schwiegervater von Louis in den Betrieb. Das Weingut ist also keine Abspaltung des Familienguts, sondern etwas Hinzugekommenes — und es liegt in einer anderen Gegend als alles, was die Familie sonst bewirtschaftet.
Ein Elsässer und ein Burgunder
Die beiden teilen sich nach Regionen auf: Pierre arbeitet schwerpunktmäßig in Riquewihr im Elsass, Louis an der Côte. In Gevrey treffen sie sich zu den wichtigen Terminen im Weinberg und im Keller.
Eine Rebe von 1937 — und dreißig Jahre Pause
Im Gewann Sous-Châtelet in Auxey-Duresses steht eine Aligoté-Parzelle, gepflanzt 1937. Der Großvater der beiden hatte seine letzte Aligoté-Fläche nach dem Schwarzfrost von 1986 gerodet — die Sorte war im Betrieb also verschwunden.
2019 bekamen sie Zugang zu dieser alten Anlage. Die Aufnahme ist damit eine bewusste Rückkehr nach rund drei Jahrzehnten.
Ein Weinberg, drei Weine
Aus dieser einen Parzelle entstehen drei völlig verschiedene Weine: einer aus Direktpressung, einer mit Maischestandzeit, und einer aus angetrockneten Trauben. Das Gut überschreibt sie selbst als seine Ode an den Unterschied.
Die Maischestandzeit ist ausdrücklich aus dem elsässischen Familienbetrieb übernommen — eine der wenigen belegten inhaltlichen Brücken zwischen den beiden Häusern.
Eine Lage für ein wärmeres Klima
Pommard „Les Vaumuriens“ liegt nach Ost bis Nordost, wird spät gelesen und ordnet das Gut ausdrücklich als Antwort auf die Klimaentwicklung ein. Der Untergrund besteht aus steinigen Mergeln mit Schwemmmaterial und viel Eisenoxid.
Das Gut treibt dabei ein Wortspiel mit dem Lagennamen: Diese Erde sei morgen wohl noch mehr wert als heute.
Kleinste Parzellen
Pommard misst fünfunddreißig Ar, die Meursault-Parzelle „Les Vireuils du dessus“ fünfzehn Ar — von insgesamt sechs Hektar dieser Lage. Dazu kommen Auxey-Duresses in Weiß und Rot samt einem Premier Cru sowie Saint-Romain.
Die Böden wechseln entsprechend: Oxford-Mergel unter dem Aligoté, tonig in Auxey-Duresses rot, sehr steinig in Meursault, kalkig mit Lias- und Trias-Mergeln in Saint-Romain.
Einzelpfahl und Glasballon
Im Weinberg hohe Laubwände, eingesäte Begrünung und Erziehung am Einzelpfahl. Im Keller ein ungewöhnlich breiter Gefäßpark: Barriques, Beton-Eier, Edelstahltanks und Glasballons.
Nicht zu verwechseln
Hier ist die Verwechslungsgefahr größer als bei fast jedem anderen Erzeuger. Es gibt fünf getrennte Trapet-Weinbetriebe, drei davon in einem einzigen Ort.
Alles, was nach Chambertin, Grand Cru, Marsannay, Riesling, Gewürztraminer oder Riquewihr klingt, gehört nicht hierher — das sind das Gevrey-Gut der Eltern und das Elsass-Gut der Mutter. Ebenso wenig gehört Rossignol-Trapet dazu, ein eigenständiges Gut anderer Inhaber im selben Dorf. Und die überall zitierten Kennzahlen von achtzehneinhalb Hektar, fünf Generationen und „seit 1915“ beziehen sich auf das Gevrey-Gut, nicht auf diese 1,8 Hektar.
Angaben zu Geschichte, Lagen, Böden, Arbeitsweise und Weinen nach der Website des Guts, ergänzt um das französische Unternehmensregister und die Register der Agence Bio, von Biodyvin und Demeter Frankreich. Zwei Punkte sind offen und sollten beim Lieferanten geklärt werden: Ein eigener Rechtsträger dieses Namens ist im Register nicht auffindbar — unter welcher Gesellschaft abgefüllt wird, geht aus keiner Quelle hervor. Und in keinem der drei Öko-Register steht ein Eintrag auf diesen Betrieb, während die beiden anderen Familiengüter dort mit aktiven Zertifikaten geführt werden. Zur Fläche der Aligoté-Parzelle und zum Material der eiförmigen Gärgefäße widersprechen sich Website und Fachpresse.






