5 Produkte
Mehr über Quinta da Lomba - Niepoort
Granit
Sämtliche Datenblätter des Erzeugers nennen für diese Weine denselben Untergrund. Der Dão ist das Granitgebiet Portugals, eingerahmt von Gebirgen — anders als der Schiefer des Douro, wo das Haus herkommt.
Gärung im Lagar, Ausbau im alten Holz
Vergoren wird in Granitbottichen, den lagares. Der rote Spitzenwein reifte anschließend rund vier Jahre in alten Zweieinhalbtausend-Liter-Fässern und wurde ohne jede Filtration abgefüllt. Der weiße vergärt in temperaturgeführten Granitbehältern, danach vier Jahre Holz und zwei Jahre Flasche.
Beim Conciso Branco findet der biologische Säureabbau im Fass statt, ohne Aufrühren der Hefe.
Wie klein die Spitze ist
Vom roten Garrafeira des Jahrgangs 2016 gab es zweitausendfünfhundert Flaschen, vom weißen tausendachthundert. Der Conciso liegt bei knapp sechstausend, der Nat Cool bei rund sechsundzwanzigtausend.
Die Preisspanne im Erzeugershop reicht entsprechend weit — vom einfachen Dão bis zum Garrafeira liegt fast das Fünfzehnfache dazwischen.
Alte einheimische Sorten
Jaen, Baga, Tinta Pinheiro, Alfrocheiro und Tinta Roriz im Roten; Encruzado, Cerceal und Bical im Weißen. Zugekauft werden zusätzlich Trauben von Kleinwinzern aus alten Anlagen.
Nicht zu verwechseln
Das ist hier die eigentliche Arbeit. Quinta da Lomba ist kein eigener Betrieb, sondern das Dão-Gut von Niepoort — und Niepoort erzeugt an fünf weiteren Orten.
Hierher gehören: die beiden Garrafeira, Conciso in Rot und Weiß, Dão Rótulo und der Nat Cool aus dem Dão. Nicht hierher gehören sämtliche Douro-Weine samt den Portweinen, die Bairrada-Weine, die Vinho Verde, die Alentejo-Weine und die Mosel-Weine des Hauses.
Und zwei Fallen im Dão selbst: DODA ist ein Gemeinschaftsprojekt mit einem anderen Erzeuger, Buçaco gehört einer Hotelgruppe. Beide stehen auf derselben Dão-Liste des Hauses, gehören aber nicht zu diesem Gut. Nat Cool wiederum ist ausdrücklich ein kollektives Projekt mehrerer Erzeuger aus mehreren Ländern — nur der Dão-Rote daraus gehört hierher.
Angaben zu Erwerb, Kellerbau, Böden, Sorten, Ausbau und Mengen nach der Website des Hauses und ihren Produktdatenblättern, ergänzt um das portugiesische Handelsregister und das Erzeugerverzeichnis der zuständigen Regionalkommission. Ein eigener Rechtsträger dieses Namens existiert nicht; im Register steht allein die Muttergesellschaft. Zum Erwerbsjahr kursieren neben 2012 auch 2013 und 2014 — Letzteres dürfte die Verwechslung mit dem Kellerbau sein. Eine eigene Rebfläche des Guts ist nicht belegt: Belegt sind nur die fünf Hektar Altreben; die verbreiteten fünfundzwanzig Hektar sind die Dão-Gesamtfläche des Hauses laut Fachpresse. Die im Handel verbreitete Aussage, die Weinberge seien biodynamisch zertifiziert, ließ sich in keinem Register nachweisen — weder im portugiesischen Demeter-Verzeichnis noch in der Operatorenliste der Kontrollstelle. Das Haus selbst spricht von biodynamischen Praktiken, nicht von einer Zertifizierung.







