11 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €15,90 bis €17,95
Die Mitte
7 Weine · €20,90 bis €39,90
- Revelette PUR Blanc VdF 2022 €20,90
- PUR Blanc VdF 2024 €21,90
- Revelette PUR Rouge VdF 2024 €21,90
Mehr über Revelette
Kontinentale Provence
Das Gut liegt im nördlichsten Zipfel der Appellation Coteaux d'Aix-en-Provence, rund dreißig Kilometer nördlich von Aix, im Schutz der Montagne Sainte-Victoire. Siebzehn Parzellen zwischen dreihundertdreißig und vierhundert Metern Höhe.
Das klingt nach Mittelmeer, ist aber keines. Die Winter sind kalt und rau, die Sommer trockenheiß. Fischer formuliert es selbst: Man sei hier in der kontinentalen Provence.
Was im Weinberg passiert
Der Betrieb beschreibt es knapp und ohne Ausschmückung: Gepflügt wird nach der Lese und im Frühjahr, im Winter steht eine natürliche Begrünung. Gedüngt wird mit Schafmist, je nach Wuchskraft und Bedarf. Behandelt wird mit sehr geringen Kupferdosen, Spurenelementen, Brennnessel- und Schachtelhalmjauche, Algensaft und Schwefel. Gelesen wird von Hand in Zwanzig-Kilo-Kisten.
Im Keller stehen Betongebinde, dazu zwei Barriquekeller für Weiß und Rot. Zugesetzt wird nach eigener Angabe nichts außer geringen Mengen Sulfit; abgefüllt wird im Haus.
Bio ja, Biodynamik ohne Siegel
Der Betrieb ist durch Ecocert biologisch zertifiziert; im Register der Agence Bio ist er als aktiver Betrieb geführt. Nach biodynamischen Grundsätzen wird zusätzlich gearbeitet — eine Zertifizierung dafür gibt es nicht: Weder in der Mitgliederliste von Biodyvin noch bei Demeter France ist das Gut zu finden.
Bemerkenswert am Registereintrag ist etwas anderes: Er reicht weit über Wein hinaus. Geführt sind dort auch Gerste, Luzerne, Wiesen, Äpfel, Birnen, Kirschen, Mandeln — sowie Oliven und Trüffel, beide noch in Umstellung.
Vier Linien
Die Gamme Château läuft als Coteaux d'Aix-en-Provence in Rot, Weiß und Rosé, ausgebaut im Tank. Die Grands Vins kommen aus den stärksten Parzellen und reifen im Fass — und führen ausschließlich einen Weißen und einen Roten, keinen Rosé. In einer Region, deren Appellationen überwiegend Rosé hervorbringen, ist das eine Ansage.
Die Linie Pur ist das Experimentierfeld: Vin de France, nach Angabe des Betriebs ohne jeden Zusatzstoff und nur sehr leicht oder gar nicht geschwefelt — Pur Carignan, Pur Grenache, Pur Blanc. Was dort funktioniert, fließt in die übrigen Weine zurück.
Seit 2023 kommt Coude à Coude dazu, aus zugekauften Bio-Trauben nach eigenem Lastenheft, vinifiziert im eigenen Haus in einem eigens dafür eingerichteten Keller. Eigenbau und Zukauf sind dabei auch gesellschaftsrechtlich getrennt.
Ein Wechsel mit Datum
Am 26. April 2023 wurde eine neue Betreibergesellschaft eingetragen. Geschäftsführer sind seither Clara Fischer, Jahrgang 1997, und Hugo Fischer, Jahrgang 1999; der Vater bleibt Gesellschafter. Hugo hat unter anderem in der Provence, in der Vendée und in Südafrika gelernt.
Zeitlich fällt der Wechsel mit zwei anderen Änderungen zusammen: Das Sortenspektrum wuchs von elf auf vierzehn Reben, und die Linie Coude à Coude kam dazu.
Bier aus Traubenmost
Eine Nebenlinie, die sonst nirgends auftaucht: Gemeinsam mit einer Brauerei in Aix entstanden zwei Biere, die mit Traubenmost co-fermentiert wurden — eines mit Rolle, eines mit Carignan.
Nicht zu verwechseln
Château Revelette, Domaine Revelette, Vignoble de Revelette und GFA du Domaine de Revelette bezeichnen alle denselben Betrieb beziehungsweise dessen Gesellschaften, nicht verschiedene Güter. Der Nachname wird außerdem gelegentlich „Fisher“ mit einem s geschrieben; in den amtlichen Registern steht Fischer.
Angaben zu Lagen, Arbeitsweise und Sortiment nach archivierten Fassungen der Website des Guts — die Live-Seite war zuletzt nicht abrufbar. Belegt über das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio und das Zertifikatsregister von Ecocert, ergänzt um eine Reportage im Magazin 180°C. Zum Jahr der Bio-Umstellung nennen die Quellen drei verschiedene Angaben; eine Produktionsmenge ist nirgends belegt.











