11 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €21,90 bis €29,90
Die Mitte
5 Weine · €32,90 bis €43,90
Die Spitze
2 Weine · €47,90 bis €58,90
Mehr über Roc des Anges
Nordhang, im heißen Süden
Die Kernlagen liegen am Nordhang des Bergs Força Réal, zwischen hundert und fünfhundert Metern Höhe. In einer Region, in der Hitze das Hauptproblem ist, ist die Nordexposition kein Zufall, sondern Auswahlkriterium.
Der Boden ist alter Schiefer, den die Gründer auf rund 570 Millionen Jahre datieren: weich, blättrig, entstanden aus zusammengepressten reinen Tonen, reich an Silikatkristallen — und keinen Meter unter der Oberfläche. Der Oberboden darüber ist sandig, arm und stark filtrierend.
Über fünfzig Einzelparzellen
Die Fläche ist extrem zersplittert; der Betrieb selbst nennt je nach Sprachfassung unterschiedliche Zahlen, sicher ist eine Größenordnung von deutlich über fünfzig Parzellen. Einige tragen katalanische Flurnamen, die auch auf den Etiketten stehen: Iglesia Vella, die alte Kirche. L'Oca. Pi Vell, die alte Kiefer.
Reben von 1903
Der Rebbestand ist außergewöhnlich alt und in Teilen dokumentiert: Carignan von 1903 und 1913, Grenache gris von 1954, Macabeu von 1947 und 1957, Muscat von 1960, Carignan gris von 1961. Eine dieser Parzellen sollte 2010 gerodet werden und wurde stattdessen gekauft und erhalten.
Eine Besonderheit ist der Carignan gris auf Granit in fünfhundert Metern Höhe. Von dieser Spielart sollen in ganz Frankreich nur noch rund zwanzig Hektar stehen.
Boden bearbeiten statt begrünen
Hier widerspricht das Gut dem gängigen Ratschlag, und zwar begründet: Bei diesem Wasserstress halte der Rebstock eine dauerhafte Begrünung nicht aus. Gearbeitet wird deshalb mit flacher Bodenbearbeitung, mit Kräuterauszügen, Kompost und Präparaten.
Im Register der Agence Bio ist der Betrieb seit April 2010 geführt, kontrolliert von Bureau Veritas. Ab dem Jahrgang 2011 wird nach eigener Angabe die gesamte Fläche biodynamisch bewirtschaftet; 2013 folgte der Eintritt in den Verband Biodyvin.
Im Keller wird jede Parzelle getrennt vergoren, spontan, mit den eigenen Hefen. Ausgebaut wird ausschließlich in Betontanks, großen Fudern oder neutralen Fässern — kein neues Holz.
Serine, mitgebracht
2001 brachten die Gallets eine Massenselektion von Serine mit, einer alten Syrah-Spielart aus dem nördlichen Rhônetal, und pflanzten sie im Roussillon. Nach ihrer Darstellung brauchte die Sorte vierzehn Jahre statt der üblichen sieben, um sich zu etablieren.
Ein Wechsel, der noch läuft
2023 war der letzte Jahrgang, den Marjorie und Stéphane Gallet allein verantworteten. Im April 2024 übernahm Thibault Ponthier das Gut — nach drei Jahren, in denen er parzellenweise eingearbeitet wurde. Er kommt aus einer Obstbaufamilie, hat in Beaune gelernt und unter anderem bei Mugneret-Gibourg, Trapet Père et Fils und Philippe Pacalet gearbeitet. Die Jahrgänge 2024 und 2025 entstanden gemeinsam mit den Gründern.
Eine Adresse, die zurückzeigt
2014 zog der Betrieb von Montner nach Latour-de-France und baute dort nach dem Vorbild alter Vierkanthöfe neu, mit unterirdischem Keller. Die Anschrift lautet bis heute „1 route de Montner“ — die Straße zeigt zurück ins Gründungsdorf.
Zur Einordnung
Der Betrieb liegt im Roussillon, im Département Pyrénées-Orientales. „Languedoc-Roussillon“ ist die alte übergeordnete Großregion, nicht die Herkunft im engeren Sinn. Nicht zu verwechseln ist er außerdem mit Roc d'Anglade im Gard, einem anderen Betrieb mit ähnlich klingendem Namen.
Angaben zu Gründung, Böden, Parzellen und Arbeitsweise nach der Website des Guts und archivierten Fassungen davon, ergänzt um das französische Handelsregister, das Register der Agence Bio und das Verzeichnis von Biodyvin. Zur Rebfläche und zur Zahl der Parzellen weichen die Quellen deutlich voneinander ab; die Cuvée-Seiten der aktuellen Website enthalten derzeit keine technischen Daten, weshalb die Pflanzjahre einer früheren Fassung entstammen.











