Das Sortiment
Der Einstieg
7 Weine · €21,90 bis €36,95
Die Mitte
9 Weine · €39,90 bis €54,90
Mehr über Azienda Agricola Foradori
Vier Generationen — und ein Wechsel, der noch läuft
Gegründet wurde der Betrieb 1901. Vittorio Foradori kaufte ihn 1939, sein Sohn Roberto begann 1960 und füllte als Erster Wein unter dem Namen Foradori ab. Nach Robertos Tod 1976 hielt Gabriella Casna Foradori den Betrieb zusammen, bis Elisabetta 1984 einstieg.
Den Namen Granato gab Rainer Zierock, Elisabettas Mann und Vater ihrer Kinder; er starb im Februar 2009. 2013 machte Sohn Emilio seine erste Lese, 2015 kam sein Bruder Theo dazu, 2019 begann Myrtha mit dem Gemüsebau, 2020 Elisabetta mit der Käserei. Das Weingut selbst nennt das den vierten Generationswechsel — und beschreibt ihn als laufend: Emilio verantwortet den Wein, Theo Betrieb und Vertrieb, Myrtha die landwirtschaftliche Erweiterung, alle drei mit Elisabettas Rückhalt.
Ton statt Barrique
2002 stellte der Betrieb auf biodynamische Bewirtschaftung um, 2009 kam die Demeter-Zertifizierung und der Beitritt zur Gruppe Renaissance des AOC, 2021 der zu respekt-BIODYN. Im Keller stehen Tonamphoren. Von Morei und Sgarzon gibt es seit 2014 eigene Cilindrica-Abfüllungen, von der Fontanasanta Nosiola seit 2018.
Neunundzwanzig Hektar, drei Arten von Besitz
Die Rebfläche verteilt sich nicht so, wie man es erwarten würde. Sechzehn Hektar liegen im Campo Rotaliano und gehören dem Gut. Neun Hektar in Fontanasanta sind für fünfzig Jahre geliehen. Und vier Hektar bewirtschaftet die Familie gemeinsam mit Mitgliedern des eigenen Teams — Leute, die hier arbeiten und zugleich eigenes Land einbringen.
Auch geologisch sind die beiden Lagen verschieden: Campo Rotaliano ist Schwemmland aus Kies und Sand, Fontanasanta überwiegend kalkhaltiger Ton. Das ist der Grund, warum die Fontanasanta-Weine anders schmecken als der Teroldego aus der Ebene.
Was im Keller entsteht
Foradori füllt im Schnitt rund 180.000 Flaschen im Jahr ab. Den größten Teil machen zwei Weine: der Lezèr, seit 2017 der leichte und früh zugängliche Teroldego, und der Foradori Teroldego, der dem Haus seinen Namen gab — je rund 50.000 Flaschen. Die Einzellagen Sgarzon und Morei gibt es seit 1987, je rund 10.000 Flaschen, seit 2014 zusätzlich als Cilindrica. Bei den Weißen kamen die Fontanasanta Nosiola 2009, der Fontanasanta Manzoni Bianco 2010 und der Fuoripista Pinot Grigio 2014 dazu. Der Granato, seit 1986 und rund 20.000 Flaschen, ist der Wein, für den die Massenselektion überhaupt gemacht wurde.
Die Rebfläche verteilt sich auf 70 Prozent Teroldego, 15 Prozent Manzoni Bianco, 10 Prozent Pinot Grigio und 5 Prozent Nosiola.
Was als Nächstes kommt
Seit 2018 kauft die Familie Land am Monte Baldo im Süden des Trentino — zuerst in Tragno, dann in Cazzano und Crosano. 2020 wurden dort Nosiola und Schiava gepflanzt, 2021 kamen die ersten Abfüllungen von diesen Reben.
Wein ist ohnehin nicht mehr alles: Neben den Reben stehen Gemüsebau und die Zucht von Tiroler Grauvieh für die Käseproduktion. Das Gut beschreibt sich selbst als Hüter des Landes und misst seine Arbeit an den Rhythmen der Natur — am Warten darauf, dass Pflanzen wachsen, altern und Frucht tragen.
Eindrücke vom Weingut
Fotos: Glauco Canalis, Alaa Elkamhawi — mit freundlicher Genehmigung der Azienda Agricola Foradori
Jahreszahlen, Rebflächen und Produktionsmengen nach Angaben des Weinguts (agricolaforadori.com) und dem Pressedossier des Guts.


































