Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €29,90 bis €86,90
- Bourgogne Aligoté AOC 2021 €29,90
- Bourgogne Côte d'Or Pinot Noir AOC 2021 €44,90
- Volnay AOC 2020 €86,90
Die Mitte
4 Weine · €93,90 bis €160,90
Die Spitze
3 Weine · €183,90 bis €204,90
Mehr über Jean-Marc & Thomas Bouley
Vier Generationen in Volnay
Ab 1919 führte François Bouley den Familienweinberg, 1948 folgte Christian Bouley. 1974 gründete Jean-Marc Bouley sein eigenes Gut; 1984 kam der Weinberg seines Vaters hinzu. In den achtziger Jahren begann er, die gesamte Ernte selbst abzufüllen — davor ging der größte Teil als Trauben weg.
2012 zog Jean-Marc sich zurück und übergab an Thomas. Zwei Daten also, die man auseinanderhalten sollte: 2002 die Verantwortung im Weinberg, 2012 die Betriebsleitung.
Ein kompletter Hangschnitt
Das ist die Eigenart dieses Sortiments. Es bildet den Hang von unten bis oben ab: Der Bourgogne rouge steht am Hangfuß, der Bourgogne Hautes Côtes de Beaune auf der Kuppe — rund hundert Höhenmeter dazwischen. Die Hautes Côtes werden entsprechend eine Woche später gelesen.
Beide Regionalweine kommen dabei nicht aus zugekauften Fernlagen, sondern von Reben in der Gemeinde Volnay selbst. Der Bourgogne rouge stammt aus Longbois — westlich der Straße nach Chalon, was an der Côte d'Or untypisch ist, weil die Regionalappellation dort sonst unterhalb der Straße liegt.
Was oben steht
In Volnay drei Premiers Crus: Les Caillerets, Clos des Chênes und Les Carelles — letzteres führt das Lastenheft als Carelle sous la Chapelle. Thomas Bouley hebt gerade diese Lage hervor: wenig bekannt, weil klein und auf viele Besitzer verteilt, und von vielen mit anderen Premiers Crus verschnitten.
Dazu in Volnay der Clos de la Cave, ein steiler Hang direkt hinter dem Gut, sowie Vieilles Vignes und der Dorfwein. In Pommard die Premiers Crus Les Fremiers und Les Rugiens, in Beaune Les Reversées. Insgesamt knapp neun Hektar auf neunundzwanzig Parzellen.
Eine Cuvée, die aus einer Notlage entstand
Der Jahrgang 2012 fiel so klein aus, dass Fremiers und Rugiens zusammen weniger als tausend Liter ergaben — aus achtzig Ar. Statt zwei winzige Fässer zu füllen, wurden sie erstmals gemeinsam ausgebaut. Die Cuvée heißt Léonie, nach der 2013 geborenen Tochter des Hauses.
Pflügen statt Spritzen
Keine Herbizide, keine Chemiedünger, alle Flächen werden gepflügt. Geschnitten wird nach Guyot-Poussard, gearbeitet wird von Hand; der Ertrag wird auf sechs bis acht Trauben je Stock reguliert.
Eine Zertifizierung führt das Gut nicht — es beansprucht selbst auch keine, und im Register der Agence Bio ist es nicht eingetragen. Beschrieben wird die Praxis, nicht ein Siegel.
Zwei Winter, kein Abstich
Gelesen wird von Hand und zweifach sortiert, vergoren in offenen Bottichen über etwa drei Wochen. Ausgebaut wird vollständig im Eichenfass, zwölf bis vierundzwanzig Monate, mit einem Neuholzanteil zwischen zehn und fünfzig Prozent.
Thomas Bouley hat dabei eine Änderung vorgenommen und eine Gewohnheit behalten: Er zieht die Weine nicht mehr ab, hält aber am langen Ausbau über zwei Winter fest, den sein Vater eingeführt hatte. 2015 und 2016 baute das Gut dafür eine neue Kelterhalle — für knapp neun Hektar.
Nicht zu verwechseln
Im selben Dorf sitzt die Domaine Pierrick Bouley, früher Reyane et Pascal Bouley — ein anderer Betrieb, rund dreizehn Hektar, und im Gegensatz zu diesem hier bio-zertifiziert. Beide führen außerdem einen Volnay 1er Cru Clos des Chênes. Wer die Zertifizierungsfrage recherchiert, landet leicht beim falschen Bouley. Ebenfalls eigenständig ist die Domaine Marey-Bouley in Volnay.
Und innerhalb des Guts: Der Dorfwein „Clos de la Cave“ ist nicht der Volnay 1er Cru „Clos de la Cave des Ducs“ — zwei verschiedene Lagen.
Angaben zu Lagen, Flächen, Böden und Kellerarbeit nach der Website des Guts; deren Stand reicht nicht über 2021 hinaus, die Flächen- und Rebalterangaben sind entsprechend einzuordnen. Ergänzt um ein Porträt in Bourgogne Aujourd'hui vom 29.10.2025, ein Interview von Ola Bergman, die Lastenhefte des INAO und das französische Unternehmensregister. Zur Rebfläche nennen die Quellen 8,5 und 8,8 Hektar.











