Marcoux

Rhone (Süd) · Frankreich · 10 Weine

„1991 begann für das Gut eine andere Geschichte: die des biologischen Landbaus.“ So steht es auf der eigenen Seite der Domaine de Marcoux — ein Satz, der bewusst nüchtern klingt für das, was er beschreibt. In Châteauneuf-du-Pape war das damals kein Trend, sondern ein Alleingang.

Wie früh dieser Alleingang wirklich begann, ist die einzige offene Frage in der Geschichte dieses Guts. Das Gut selbst nennt nur 1991.

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10 Produkte

Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Côtes du Rhône Rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape, Vieilles Vignes AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape, Vieilles Vignes AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape rouge AOC BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Weinflasche Marcoux Châteauneuf-du-Pape Blanc AOC BIO, Weißwein von der südlichen Rhône
Marcoux Châteauneuf-du-Pape Blanc AOC 2023 BIO Rücketikett
Weinflasche Marcoux Raisin de Loup Rouge VdF BIO, Rotwein von der südlichen Rhône
Ausverkauft

Das Sortiment

Der Einstieg

4 Weine · €13,90 bis €56,90

Die Mitte

2 Weine · €59,90 bis €63,90

Die Spitze

2 Weine · €138,90 bis €144,90

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Ein Jahr, über das die Quellen streiten

Philippe Armenier, der den Betrieb vor seinen Schwestern führte, beschreibt es in seiner eigenen Darstellung anders: Versuche auf einem kleinen Teil der Fläche im Winter 1989/90, dann im Herbst darauf die vollständige Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung — beraten von François Bouchet, und als erster Betrieb der Appellation überhaupt.

Diese Schilderung stammt von ihm selbst. Die Website des Guts erwähnt weder ihn noch ein Jahr für die Biodynamie; sie nennt 1991 und den biologischen Landbau unter Kontrolle von Ecocert. Beide Angaben können nebeneinander stimmen — belegt ist diese Auflösung aber nicht. Deshalb stehen hier beide Jahre.

Die alten Reben stehen nicht auf den Galets

Wer über Châteauneuf-du-Pape schreibt, landet fast zwangsläufig bei den Galets roulés, den faustgroßen, vom Rhône-Wasser rundgeschliffenen Kieseln. Bei Marcoux führt dieser Weg am wichtigsten Wein vorbei.

Die Cuvée Vieilles Vignes kommt aus zwei Parzellen, und keine davon liegt auf Galets: Charbonnière, 1900 gepflanzt, steht auf Feinsand und Kolluvium; Les Esqueirons, 1949 gepflanzt, auf Kolluvium und Ton. Die Galets liegen bei Marcoux woanders — in Les Gallimardes und Les Serres.

Sieben Lagen, sieben Böden

Das Gut bewirtschaftet in Châteauneuf-du-Pape sieben Lagen, und die Bodenbeschreibungen lesen sich wie ein geologischer Querschnitt: Quarzitgerölle auf dem Plateau von L'Arnesque, miozäner Molassesand in der Charbonnière, kretazischer Kalk in Les Esqueirons, Ton und Mergel in Beaurenard. Dazu kommt ein eigenes Gut in der Nachbarappellation Lirac.

Gelesen wird von Hand in kleine Kisten, vergoren wird mit den eigenen Hefen des Betriebs ohne Zusatz. Die Maische steht bis zu fünf Wochen, ausgebaut wird in Betontanks und großen Holzfudern — nicht im kleinen neuen Fass.

Zwei Schwestern, vierundzwanzig Jahre

1995 übernahmen Catherine und Sophie Armenier die Leitung: Catherine die Weinberge, Sophie den Keller. 2014 stieg Sophies Sohn Vincent Estevenin dazu, 2019 zog Catherine sich zurück.

Zertifiziert bio — und was das nicht heißt

Hier lohnt eine Unterscheidung, die oft verwischt wird. Die Domaine arbeitet mit biodynamischen Präparaten, das schreibt sie selbst. Zertifiziert ist sie aber ausschließlich biologisch, durch Ecocert. Bei Demeter ist sie nicht gelistet, bei Biodyvin nachweislich nicht Mitglied. Ein Betrieb, der biodynamisch arbeitet, ist damit noch kein zertifiziert biodynamischer Betrieb — und Marcoux führt kein solches Siegel.

Zwei Namen, die dem Gut nicht gehören

Eine Eigenheit, die beim Lesen von Etiketten und Verkostungsnotizen für Verwirrung sorgt: Zwei Lagen, in denen Marcoux Reben stehen hat, heißen genauso wie zwei eigenständige Nachbarbetriebe.

Die Lage Charbonnière — Herzstück der Vieilles Vignes — ist nicht die Domaine de la Charbonnière, ein eigener Betrieb der Familie Maret. Und die Lage Beaurenard ist nicht die Domaine de Beaurenard der Familie Coulon. Lagenname und Betriebsname sind hier zwei verschiedene Dinge.

Übrigens: Eine Lage namens Marcoux gibt es in Châteauneuf-du-Pape nicht. Woher der Name des Guts kommt, ist nicht belegt.

Wo der Keller wirklich steht

Die Postanschrift lautet auf Châteauneuf-du-Pape, Betriebssitz und Keller liegen aber in Orange. Die Familie selbst lässt sich über die Archive der Grafschaft Avignon bis 1344 zurückverfolgen — der Betrieb in seiner heutigen Form ist dagegen jung.

Angaben zu Lagen, Böden, Flächen, Kellerarbeit und Zertifizierung nach der Website des Guts (domainedemarcoux.fr) sowie dem Eintrag der Fédération des Producteurs de Châteauneuf-du-Pape. Die Schilderung der Umstellung 1990 stammt aus der Selbstdarstellung Philippe Armeniers. Die Flächenangaben schwanken je nach Quelle zwischen 17,5 und 18,08 Hektar in Châteauneuf-du-Pape.