7 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €17,95 bis €19,90
- Sincronia Negre 2023 €17,95
- Sincronia Rosat 2023 €17,95
- Sincronia Blanc 2025 €19,90
Mehr über Mesquida Mora
Acht Stücke Land
Die Lage ist hier die Organisationseinheit, nicht die Cuvée. Acht Parzellen in Porreres und Felanitx sind einzeln dokumentiert — jede mit Hektarzahl auf vier Nachkommastellen, Pflanzjahr, Unterlage, Pflanzabstand und Erziehungsform. Zusammen knapp zwanzig Hektar, alles eigene Fläche.
Die ältesten Stücke stehen seit 1960 und 1965: Callet im Buschschnitt auf der Unterlage Rupestris du Lot. Auf einem davon begann der Urgroßvater zu arbeiten.
Rückwärts erzogen
Bei allen Neupflanzungen ab 2010 ist der Betrieb zur Buscherziehung zurückgekehrt, während der Altbestand teilweise im Doppelcordon steht. Das läuft dem Trend auf der Insel entgegen, der zum Drahtrahmen geht.
2016 wurde direkt neben dem Keller Monastrell gepflanzt — historisch auf Mallorca verbreitet, heute kaum noch angebaut. Es sind nach Betriebsangabe die zuletzt in Porreres gepflanzten Reben.
Ein Siegel, das zurückgegeben wurde
2015 erhielt der Betrieb die Demeter-Zertifizierung — und gab sie später freiwillig wieder ab. Die Begründung: Man habe das Geld für die jährlichen Audits lieber in Maßnahmen für die Artenvielfalt auf dem Gut gesteckt. Arbeitsweise und Aufzeichnungen blieben unverändert.
Bio-zertifiziert ist der Betrieb weiterhin, über die balearische Kontrollstelle. Wer im Handel Demeter auf diesen Weinen findet, sieht eine veraltete Angabe.
Zugekaufte Präparate
Biodynamisch gearbeitet wird trotzdem, mit Begrünung, Kompost, biodynamischen Präparaten und Auszügen aus Heilpflanzen. Die Präparate werden zugekauft, weil auf dem Betrieb kein Rindvieh steht — eine Ehrlichkeit, die man selten so ausgesprochen findet.
In den Rebzeilen stehen Obstbäume.
Mitten in der Herkunftsbezeichnung, aber nicht dabei
Der Betrieb sitzt in Porreres — genau dort, wo auch die Kontrollbehörde der örtlichen Herkunftsbezeichnung ihren Sitz hat. Vermarktet wird trotzdem nicht unter dieser Bezeichnung, sondern als Landwein Mallorcas. In der Liste der eingetragenen Kellereien taucht der Betrieb nicht auf; sämtliche Datenblätter nennen den Landwein.
Die alten Sorten
Callet, Premsal, Giró, Gorgollassa, Mantonegro, Monastrell — mallorquinische Sorten, die den Kern ausmachen. Dazu internationale Sorten aus dem Altbestand. Die Böden sind kalkhaltig, lehmig-tonig und teils roter Kieston.
Zwei schwere Jahre
2020 vernichtete Falscher Mehltau die Hälfte der Ernte. 2024 ließ Wassermangel die Produktion um mehr als die Hälfte einbrechen. Beides steht in den Datenblättern des Betriebs, nicht im Kleingedruckten.
Etiketten auf Katalanisch
Bewusst — mitfinanziert über eine Beihilfe des Inselrats zur Förderung der katalanischen Sprache in Unternehmen.
Nicht zu verwechseln
Im selben Ort gibt es den Betrieb des Vaters, gleicher Familienname. Alles vor dem August 2012 gehört dorthin — insbesondere die oft kolportierte Angabe, hier werde seit 2007 biodynamisch gearbeitet. Richtig ist: Bàrbara Mesquida Mora arbeitet seit 2007 so, damals noch im Familienbetrieb.
Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Bruder denselben Vornamen trägt wie der väterliche Betrieb.
Angaben zu Lagen, Flächen, Böden, Sorten und Arbeitsweise nach der Website des Guts einschließlich ihrer Lagen- und Weindatenblätter, ergänzt um das Ökoverzeichnis des balearischen Kontrollrats vom Februar 2026, das Handelsregister und zwei Interviews. Die Angaben zur Demeter-Zertifizierung und zu deren Rückgabe stammen aus einem wörtlichen Zitat der Winzerin; das Jahr der Rückgabe ist nicht genannt. Eine Flaschenzahl nennt der Betrieb nicht — die im Handel kursierende Zahl ist unbestätigt und hier weggelassen. Zu den Umständen der Trennung von 2012 gibt es weitergehende Aussagen, die für ein Porträt nicht nötig sind.








