Terroir Sense Fronteres

Montsant · Spanien · 7 Weine

2018 überschritt Dominik Huber eine Grenze — und zwar absichtlich. Sein Priorat-Gut bekam eine dritte Linie, die nicht mehr unter der Herkunftsbezeichnung des Priorat läuft, sondern unter der des benachbarten Montsant.

Der Name sagt es: Terroir ohne Grenzen.

Mehr über das Weingut

7 Produkte

Weinflasche Terroir Sense Fronteres Brisat, Weißwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Marcenca, Rotwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Guix Vermell, Rotwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Vèrtebra, Rotwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Guix Vermell, Rotwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Negre, Rotwein aus dem Montsant
Weinflasche Terroir Sense Fronteres Guix Vermell, Rotwein aus dem Montsant

Das Sortiment

Der Einstieg

3 Weine · €23,90 bis €35,90

Die Mitte

4 Weine · €78,90 bis €269,90

Mehr über Terroir Sense Fronteres

Ein Weinberg, wenige hundert Meter weiter

Els Montalts liegt auf achthundert Metern, misst vier Hektar und ist, wie der Betrieb selbst schreibt, der erste Weinberg, wenn man vom Priorat ins Montsant kommt. Von der Priorat-Lage Les Manyes trennen ihn wenige hundert Meter.

Geografisch liegt er also mitten im Priorat-Massiv — die Herkunftsbezeichnung Montsant umschließt das Priorat ringförmig.

Warum überhaupt der Wechsel

Der Grund ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Regelfrage. Im Montsant darf früher gelesen und niedriger im Alkohol gearbeitet werden. Im Priorat würde dasselbe Vorgehen den Status der Herkunftsbezeichnung kosten.

Huber sagt es selbst so: Man könne dort ein Grad niedriger gehen und deutlich früher lesen.

Kein Holz. Überhaupt keins

In keinem Stadium. Ausgebaut wird in Edelstahl, Beton und Amphore — je nach Wein sechs bis acht Monate. Das Stammgut hat zuletzt sämtliche großen Holzfässer verkauft.

Vergoren wird mit ganzen Trauben und Wildhefen, sehr schonend extrahiert, die Maischestandzeit liegt zwischen vier und zehn Tagen.

Roter Gips

Das ist der Unterschied zum Priorat. Dort prägt der Schiefer, hier liegen roter Ton mit Gipsschichten sowie in den Tallagen Ton und Sand. Einer der Weine heißt nach genau diesem Boden: Guix Vermell ist katalanisch für den roten Gipston.

Neunhundert Kilogramm je Hektar

Beim Spitzenwein. Aus vier Hektar Lagenfläche wurden im Jahrgang 2021 fünfhundert Flaschen.

Geführt von der Önologin

Nicht vom Eigentümer. Das Register der Herkunftsbezeichnung nennt Tatjana Peceric namentlich als Önologin des Kellers; Fachpresse und Importeure beschreiben sie als operative Leiterin dieser Linie.

Nicht zu verwechseln

Das ist hier die wichtigste Information. Terroir Sense Fronteres ist kein eigener Betrieb, sondern eine Linie derselben Gesellschaft, zu der auch das Priorat-Gut gehört. Vier Namen sind auseinanderzuhalten: die Flaggschifflinie im Priorat, eine zweite Priorat-Linie aus zugekauften Trauben, diese Montsant-Linie — und die eigene Marke der Önologin, die seit 2020 ebenfalls im Montsant erscheint und dort mitgeführt wird, aber nicht dazugehört.

Angaben zu Lagen, Böden, Arbeitsweise und Weinen nach der Website des Betriebs und ihren Datenblättern, ergänzt um das Register der Herkunftsbezeichnung Montsant und das Operatorenverzeichnis des katalanischen Bio-Kontrollrats. Zum Startjahr kursieren vier Zahlen zwischen 2015 und 2018; 2018 ist die einzige vom Betrieb selbst datierte Angabe, der erste Jahrgang war 2017. Eine Gesamtrebfläche und eine Gesamtproduktion sind nicht belegt. Die Bio-Zertifizierung ist im Register auf die Gesellschaft eingetragen; eine biodynamische Zertifizierung ist es ausdrücklich nicht, auch wenn der Betrieb seine Arbeitsweise so beschreibt.