Das Sortiment
Der Einstieg
5 Weine · €53,90 bis €54,90
Die Mitte
7 Weine · €55,50 bis €106,90
Mehr über Waris-Larmandier
Sieben Rebsorten in einem Grand-Cru-Dorf
Das ist die auffälligste Zahl dieses Betriebs. Im Verzeichnis der Association des Champagnes Biologiques sind für Waris-Larmandier alle sieben in der Champagne zugelassenen Rebsorten als biologisch zertifiziert geführt: neben Chardonnay, Pinot Noir und Meunier auch Pinot Blanc, Arbanne, Petit Meslier und Fromenteau.
Für ein Haus, das in Avize sitzt — mitten in der Côte des Blancs, wo praktisch nur Chardonnay steht —, ist das ungewöhnlich. Der Schwerpunkt liegt trotzdem klar beim Chardonnay; die meisten Cuvées sind Blanc de Blancs.
Drei Teilregionen
Die Flächen liegen weit auseinander. In der Côte des Blancs sind es fünf Grand-Cru-Dörfer: Avize, Cramant, Chouilly, Oger und Le Mesnil-sur-Oger. Dazu kommen Parzellen in der Montagne de Reims und in der Aube. Der Aube-Standort Éguilly-sous-Bois ist im amtlichen Bio-Register als zweiter Betriebsstandort eingetragen — das ist also nicht bloß eine Erzählung, sondern registerfest.
Auch stille Weine
Im Register von Demeter France stehen neben den Champagnern drei Coteaux Champenois — stille Weine aus der Champagne, in Weiß, Rosé und Rot: La Montagne Sacrée, Les Grâces Roses und Les Furieuses. Die meisten Nachbarbetriebe in Avize führen ausschließlich Schaumwein.
Zwei Zertifikate, zwei Zeitpunkte
Am 31. Oktober 2016 meldete der Betrieb seine Flächen bei Ecocert France zur Bio-Zertifizierung an — dieses Datum steht auf den Tag genau im Register der Agence Bio. Der erste zertifizierte Jahrgang kam 2020; so lange dauert die Umstellung. Zusätzlich ist der Betrieb im Adhärenten-Register von Demeter France geführt.
Die Biodynamie kam mit Jean-Philippe ins Haus, das schreibt der Betrieb selbst. Im Winzerverzeichnis des Comité Champagne wird außerdem die Bodenbearbeitung mit Zugpferden als Teil des Besucherangebots genannt.
Ein Name aus fünf Initialen
Die Jahrgangscuvée heißt V.M.H.J.P.L.I. Dahinter stehen die Anfangsbuchstaben der fünf Familienmitglieder — Vincent, Marie-Hélène, Jean-Philippe, Pierre-Louis und Inès. Die Etiketten gestaltet Inès Waris, die auf der Betriebsseite als Designerin geführt wird; ihr Bruder Pierre-Louis steht dort als Architekt.
Der Onkel in Vertus
Marie-Hélène Larmandier stammt aus dem Haus Guy Larmandier in Vertus; ihr Bruder François führt es. Kelterung, Degorgierung und Tirage fanden zeitweise dort statt — belegt durch die Videos, die der Betrieb selbst veröffentlicht hat. Es sind trotzdem zwei getrennte Betriebe mit getrennten Weinen.
Nicht zu verwechseln
Hier kreuzen sich gleich zwei Namensfamilien. Larmandier-Bernier in Vertus ist ein eigenständiges, sehr bekanntes Haus — es arbeitet ebenfalls biodynamisch und besitzt ebenfalls Lagen in Avize, hat mit Waris-Larmandier aber nichts zu tun. Ebenso wenig Larmandier Père & Fils in Cuis. Und allein in Avize gibt es mehrere weitere Betriebe namens Waris, darunter Waris-Hubert.
Zur Sicherheit: Gemeint ist das Haus in Avize, geführt von Marie-Hélène Larmandier und ihren Kindern.
Angaben zu Familie, Lagen und Cuvées nach archivierten Fassungen der früheren Website des Betriebs; eine eigene inhaltliche Website betreibt das Haus derzeit nicht. Ergänzt um das Register der Agence Bio, das Adhärenten-Register von Demeter France, das französische Unternehmensregister und die Fiche der Association des Champagnes Biologiques. Zur Rebfläche und zur Jahresproduktion nennen die Quellen deutlich abweichende Werte.












